Die israelische Marine hat nach Medienberichten einen Einsatz gegen die internationale Hilfsflotte für Gaza gestartet. Die Organisation „Global Sumud Flotilla“ teilte auf der Plattform X mit, Schnellboote des israelischen Militärs hätten sich der Flotte genähert. „Sie richteten Laser und halbautomatische Sturmgewehre auf die Teilnehmer und befahlen ihnen, sich an den Bug der Boote zu begeben und auf Hände und Knie zu gehen“, hieß es. Die Kommunikation der Boote werde gestört, und ein Notruf (SOS) sei abgesetzt worden.
Größte Flottille aller Zeiten
Dutzende Schiffe mit Aktivisten aus zahlreichen Ländern waren am Sonntag von Sizilien aus in Richtung Gazastreifen gestartet. Die Organisation sprach von der größten Flottille, die jemals versucht habe, die Blockade zu durchbrechen. Ziel ist es, einen humanitären Korridor zu schaffen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen.
Israels harte Linie
Israel hat in der Vergangenheit stets Versuche verhindert, die Seeblockade zu durchbrechen. Bereits im vergangenen Herbst wurde die Flottille von Spezialeinheiten gestürmt. Diesmal soll der Einsatz bereits westlich von Kreta in internationalen Gewässern begonnen haben, wie das Nachrichtenportal „ynet“ berichtete. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen.



