Washington – Nur einen Tag nach dem Schock und den Schüssen beim Korrespondenten-Dinner in Washington steht der Besuch von König Charles III. (77) unter besonderen Vorzeichen. Doch der britische Monarch lässt sich nicht abschrecken – er ist trotzdem in die USA aufgebrochen! US-Präsident Donald Trump (79) verspricht: Der König wird im Weißen Haus „sehr sicher“ sein. Dabei wurde der Besuch in letzter Minute noch einmal überprüft.
Hintergrund: Attentatsversuch überschattet Reise
Ein bewaffneter Mann hatte am Wochenende versucht, in den Ballsaal mit Donald Trump und hochrangigen Gästen einzudringen. Schüsse fielen, ein Sicherheitsbeamter wurde verletzt. Der Täter wurde festgenommen. Nach intensiven Abstimmungen „auf beiden Seiten des Atlantiks“ fiel die Entscheidung: Die Reise findet wie geplant statt.
Ankunft auf der Joint Base Andrews
Das Königspaar landete gegen 20.30 Uhr auf der Joint Base Andrews in Maryland. Es wurde mit einem der kleineren Regierungsflugzeuge, der GBNI „Baby Voyager“, eingeflogen. Camilla trug eine Freundschafts-Brosche von Königin Elizabeth II. – ein neues rosafarbenes Dior-Mantelkleid, das eigens für diesen Anlass angefertigt worden war, sowie eine Brosche mit dem Union Jack und der „Stars and Stripes“-Flagge, die Königin Elizabeth 1957 vom Bürgermeister von New York, Robert F. Wagner, überreicht worden war. Sie ist mit Rubinen, Smaragden und Diamanten besetzt.
Begrüßung mit militärischen Ehren
Beide wurden mit militärischen Ehren empfangen, bevor die Nationalhymnen erklangen. Charles und Camilla erhielten Blumensträuße von Kindern britischer Militärfamilien, die in den USA stationiert sind. Dann ging es im Limousinenkonvoi zum Weißen Haus, wo sie in der Südvorhalle von Donald und Melania Trump (56) begrüßt wurden. Die königliche Standarte und die Flagge der USA wehten als Zeichen der Freundschaft aus dem Flugzeug.
Trump schwärmt vom König
Der US-Präsident zeigt sich vor dem Treffen bestens gelaunt. König Charles sei „ein großartiger Mensch“ und „fantastisch“, sagt Trump. Die beiden verbindet nach seinen Worten eine lange Bekanntschaft. Als erster Präsident wurde Trump bereits zum zweiten Mal als Gast zu einem Staatsbankett ins Schloss Windsor geladen, zuletzt im September 2025.
Politischer Hintergrund und Ziele des Besuchs
Für die Politik ist der Besuch wichtig: In London hofft man, dass Charles die zuletzt angespannten Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA verbessert. Schon zum Auftakt ist ein privates Treffen der Paare geplant. Danach folgen mehrere Termine – von Gartenparty bis Staatsbankett. Ein Highlight: Charles soll als zweiter britischer Monarch vor dem US-Kongress sprechen. Vor ihm durfte das nur seine Mutter, Queen Elizabeth II. († 96) im Jahr 1991. Charles will in der Rede die lange gemeinsame Geschichte und enge Verbindung der beiden Staaten würdigen.
Heikle Themen und weitere Reise
Doch hinter den Kulissen bleibt es heikel. Trump sorgt immer wieder mit scharfen Aussagen für Unruhe – etwa gegenüber der britischen Regierung. Auch inhaltlich liegen beide nicht immer auf einer Linie, etwa beim Klimaschutz. Im Laufe der Woche reist das Königspaar weiter – unter anderem nach New York und Virginia. Dort stehen Treffen mit Rettungskräften, Politikern und Vertretern indigener Gruppen an.
Keine Treffen mit Epstein-Opfern
Ein brisantes Thema bleibt außen vor: Ein Treffen mit Opfern des Epstein-Skandals ist nicht geplant. Doch ganz vermeiden lässt sich die Debatte wohl nicht. Fest steht: Dieser Staatsbesuch ist kein Routine-Termin – sondern ein Balanceakt unter Hochspannung.



