KI als perfektes Werkzeug für rechtsextreme Propaganda
KI als Werkzeug für rechtsextreme Propaganda

KI als Verstärker rechtsextremer Klischees

Künstliche Intelligenz (KI) eignet sich besonders gut für die Erstellung rechtsextremer Bildwelten, da sie nostalgische und klischeehafte Darstellungen verstärkt. Dies erklärt der Medienwissenschaftler Roland Meyer in einem Essay. Laut Meyer werde KI mit Bildern der Vergangenheit trainiert und variiere die erlernten visuellen Muster, was zu einer verzerrten, aber vertraut wirkenden Darstellung führe.

Propaganda zum Mitmachen

Meyer betont, dass generative KI-Systeme wie Midjourney oder DALL-E es ermöglichen, schnell und einfach Bilder zu erstellen, die bestimmte Ideologien transportieren. Diese Technologie mache Propaganda interaktiv und zugänglich: „Propaganda zum Mitmachen“ nennt es der Wissenschaftler. Rechtsextreme Gruppen nutzen KI, um idealisierte, aber historisch ungenaue Szenarien zu erschaffen, die ihre Weltanschauung stützen.

Gefahr der Normalisierung

Die Gefahr liege in der Normalisierung solcher Bilder. Durch die häufige Verbreitung in sozialen Medien könnten sie als realitätsnah wahrgenommen werden. Meyer warnt, dass KI nicht neutral sei, sondern bestehende gesellschaftliche Vorurteile und Stereotype reproduziere. „KI verstärkt Klischees“, so der Experte. Dies mache sie zu einem perfekten Werkzeug für rechtsextreme Propaganda, die auf einfache Botschaften und emotionale Bilder setze.

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Handlungsbedarf für Gesellschaft und Politik

Meyer fordert mehr Aufklärung und Regulierung im Umgang mit KI-generierten Inhalten. Es müsse klar gekennzeichnet werden, wenn Bilder von KI erstellt wurden. Zudem sei Medienkompetenz in der Bevölkerung nötig, um solche Manipulationen zu erkennen. Die Politik sei gefordert, klare Regeln für den Einsatz von KI in der politischen Kommunikation zu schaffen.

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