Der britische Premierminister Keir Starmer hat am Montag in London seinen Rücktritt als Regierungschef und Vorsitzender der Labour-Partei angekündigt. Vor seinem Amtssitz in der Downing Street 10 erklärte Starmer, dass die Labour-Partei nun einen Nachfolger bestimmen solle. Er werde dann den Übergang einleiten. Er ziehe damit die Konsequenzen aus den anhaltend schlechten Zustimmungswerten.
Schwierige Amtszeit und unerfüllte Versprechen
Starmer war es in seiner zweijährigen Amtszeit nicht gelungen, den versprochenen Wandel zum Besseren einzuleiten. Großbritannien leidet nach wie vor unter hohen Lebenshaltungskosten und einem stagnierenden Wirtschaftswachstum. Auch der unkontrollierte Zuzug von illegalen Einwanderern ist nicht gelöst. Noch immer kommen Tausende Bootsflüchtlinge über den Ärmelkanal.
All das hat Starmer zu einem der unbeliebtesten Premierminister seit dem Zweiten Weltkrieg gemacht. Seine Labour-Partei liegt in Meinungsumfragen derzeit sieben Prozentpunkte hinter der führenden Reform-UK-Partei des Rechtspopulisten Nigel Farage.
Andy Burnham als möglicher Nachfolger
Burnham hatte Reform jedoch kürzlich bei einer Nachwahl zum Parlament im nordenglischen Makerfield nahe Manchester deutlich geschlagen. Seine Parteifreunde trauen ihm deshalb am ehesten zu, den Vormarsch der Rechtspopulisten zu stoppen. Großbritannien steht vor einem schnellen Machtwechsel zu Andy Burnham.



