Iranische WM-Fußballer beklagen unfaire Behandlung durch USA
Iranische WM-Fußballer beklagen unfaire Behandlung

Iranische Fußballer beklagen unfaire Behandlung bei WM in den USA

Die iranische Nationalmannschaft kämpft bei der Weltmeisterschaft nicht nur auf dem Rasen, sondern auch abseits davon mit großen Problemen. Stundenlange Wartezeiten, fehlende Regenerationsmöglichkeiten und psychischer Stress erschweren die Teilnahme des Teams. „Da waren so viele unfaire Dinge“, sagte Paulo Alexandre Araujo der „New York Times“ in der Teamunterkunft im mexikanischen Tijuana. „Niemanden interessiert das. So behandelt man keine Sportler, wenn man von einem fairen Wettbewerb sprechen will“, beklagte der Physiotherapeut des iranischen Teams.

Medizinische Behandlung erst im Flugzeug

Laut Araujo wurde die Mannschaft bei der Anreise zum ersten Gruppenspiel gegen Neuseeland (2:2) stundenlang am Flughafen kontrolliert und befragt, umringt von Beamten mit Maschinenpistolen. „Daran ist niemand hier gewohnt“, sagte er. Aufgrund der Verzögerungen bei An- und Abreise seien normale medizinische Behandlungen und eine geordnete Vorbereitung unmöglich gewesen. So habe er die Spieler nach der Abreise aus Kalifornien erst im Flugzeug und nicht in der Kabine behandeln können.

Beschwerden bei der FIFA

Irans Trainer und Spieler hatten sich nach dem Auftaktspiel offiziell bei der FIFA darüber beschwert, noch am Abend zurück nach Mexiko reisen zu müssen. Auch künftig soll eine Einreise zwar am Tag vor dem Spiel möglich sein, die Rückreise muss jedoch weiterhin noch am Abend der Begegnung erfolgen. Das zweite WM-Match gegen Belgien findet am Sonntag ebenfalls in Inglewood statt. Zudem gab es Beschwerden über fehlende Visa für Teammitglieder. Der Tross sei in den USA ohne Pressesprecher, Spielanalysten und weitere Mitarbeiter unterwegs gewesen.

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Infolge des Krieges und der politischen Spannungen mit den USA hatte der Iran sein WM-Quartier aus Arizona nach Mexiko verlegt und kann nur unter strengen Auflagen teilnehmen.

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