Iran-Krieg: Hardliner Vahidi führt Revolutionsgarden, US-Admiral Cooper als Gegenspieler
Iran-Krieg: Vahidi vs. Cooper - Zwei Köpfe des Konflikts

Zwei Schlüsselfiguren im Iran-Konflikt: Vahidi gegen Cooper

Nach dem Tod von General Mohammad Pakpour, dem wichtigsten Vollstrecker des getöteten Ober-Mullahs Ali Chamenei, rückt ein alter Hardliner an die Spitze der iranischen Revolutionsgarden. Ahmad Vahidi, 68 Jahre alt, übernimmt nun die Führung der Mullah-Schergen und steht damit US-Admiral Brad Cooper, 59, gegenüber, dem Kommandeur des US-Zentralkommandos Centcom.

Ahmad Vahidi: Der neue starke Mann der Revolutionsgarden

Ahmad Vahidi wurde 1958 in Shiraz geboren und studierte zunächst Elektronik, bevor er in Wirtschaftsingenieurwesen promovierte. Sein eigentlicher Nachname lautet Schah-Cheraghi, doch seit den 1980er Jahren nutzt er den Kampfnamen Vahidi. Seit der Islamischen Revolution 1979 ist er eine prägende Figur innerhalb der Revolutionsgarden.

Bereits 1988 wurde Vahidi zum ersten Kommandeur der Quds-Einheit ernannt, einer Elite-Brigade der Revolutionsgarden, die wie ein Geheimdienst operiert und weltweit Terrorziele für das iranische Regime ausspäht – mit besonderem Fokus auf jüdische und US-amerikanische Einrichtungen.

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International gesucht und sanktioniert: Interpol fahndet nach Vahidi, während die USA und Europa ihn mit Sanktionen belegt haben. Er steht im Verdacht, einer der Drahtzieher des Anschlags von Buenos Aires im Jahr 1994 auf ein jüdisches Gemeindezentrum gewesen zu sein, bei dem 85 Menschen starben und über 300 verletzt wurden.

Von 2009 bis 2013 amtierte Vahidi als Verteidigungsminister des Iran, bis 2024 war er Innenminister und leitete die Strafverfolgungsbehörden des Regimes. Mit seiner Ernennung steht nun ein erfahrener Mullah-Scherge an der Spitze der Revolutionsgarden, der seit Jahrzehnten tief im militärischen Machtapparat des Iran verwurzelt ist.

Brad Cooper: Der strategische Gegenspieler aus den USA

Auf der anderen Seite steht Admiral Charles Bradford Cooper II, besser bekannt als „Brad“ Cooper. Seit August 2025 führt er das United States Central Command (Centcom) in Tampa und ist damit der operative Kopf der US-Streitkräfte im Nahen Osten. Cooper ist der zweite Marineoffizier, der das Centcom leitet.

Der Admiral gilt als scharfer Kritiker des iranischen Regimes und als Unterstützer Israels, hält sich in der Öffentlichkeit jedoch meist zurück und gibt nur selten Interviews. Vor dem US-Senat warnte er bereits vor den „beträchtlichen taktischen Fähigkeiten“ des Iran und betonte: „Wir müssen jeden Tag bereit sein.“

Cooper beschuldigte den Iran frühzeitig, in Angriffe auf Handelsschiffe durch Huthi-Milizen verwickelt zu sein. Seine militärische Karriere begann während der Operation „Desert Storm“ (1990–1991), später diente er auch in Afghanistan. Geboren 1967 in Winston-Salem, studierte er an der Marineakademie sowie an den Elite-Universitäten Harvard und Tufts. Schon sein Vater war Offizier der US-Armee.

Klares Ziel: Zerstörung des iranischen Waffenarsenals: Das strategische Ziel von Cooper und seinen Militärs ist eindeutig formuliert. In einem kürzlich auf X veröffentlichten Video erklärte der Admiral: „Wir sind auf dem Weg, den gesamten militärischen Produktionsapparat des Iran vollständig zu beseitigen.“ Damit unterstreicht er die entschlossene Haltung der USA gegenüber dem iranischen Regime.

Die Konfrontation zwischen diesen beiden Schlüsselfiguren – dem erfahrenen iranischen Hardliner Vahidi und dem strategisch denkenden US-Admiral Cooper – wird die weitere Entwicklung des Nahost-Konflikts maßgeblich beeinflussen. Während Vahidi die Revolutionsgarden mit jahrzehntelanger Erfahrung im Untergrundkampf führt, setzt Cooper auf moderne Militärstrategie und internationale Allianzen.

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