Iran-Krieg: Iran nimmt keine Hormus-Gebühren – schreibt aber Fahrtweg vor
Im Iran-Krieg hat die Islamische Republik neue Bedingungen für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus veröffentlicht. Nachdem sich der Iran und die USA auf eine zeitweise freie Schifffahrt geeinigt hatten, signalisiert Teheran neue Regeln für die Zukunft. Gebühren für Sicherheit, Umweltdienstleistungen und Versicherungen würden in einem 60-tägigen Zeitraum nicht erhoben, teilte die kürzlich gegründete Persian Gulf Strait Authority auf X mit. Anträge zur Durchfahrt müssten bei der Behörde auch im Übergangszeitraum online und mit mindestens 48 Stunden Vorlauf eingereicht werden. Unter den Bedingungen ist lediglich der Passage-Korridor entlang der iranischen Küste in der Nähe der Insel Larak genannt.
Israel und Hisbollah einigen sich auf Waffenruhe
Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon haben sich nach US-Angaben auf eine Waffenruhe geeinigt. Die Feuerpause solle am Freitag um 16.00 Uhr Ortszeit in Kraft treten, wie US-Regierungsvertreter mehreren Nachrichtenagenturen sagten. Vermittler aus den USA und Katar hatten die Vereinbarung mit Unterstützung des Iran ausgearbeitet.
Hisbollah-Vertreter: Iran knüpft USA-Gespräche an Waffenruhe
Der Iran hat der libanesischen Hisbollah-Miliz zufolge die Fortsetzung von Gesprächen mit den USA an die Umsetzung einer umfassenden Waffenruhe geknüpft. Dies habe die Führung in Teheran der mit ihr verbündeten Miliz mitgeteilt, sagt der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah der Nachrichtenagentur Reuters. Fadlallah forderte zudem die libanesische Regierung auf, direkte Verhandlungen mit Israel abzulehnen, solange die israelischen Angriffe auf Ziele im Libanon andauerten.
Berichte über erneute Hormus-Sperrung
Online kursieren Berichte darüber, dass die iranischen Behörden Schiffen offenbar erneut die Durchfahrt durch die Straße von Hormus untersagen. In sozialen Netzwerken machen angebliche Funksprüche der iranischen Revolutionsgarden die Runde. Der Grund für die erneute Schließung seien die anhaltenden Angriffe Israels im Libanon, die der Iran als Verstoß gegen die Vereinbarung mit den USA wertet. Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht. Die Financial Times berichtet, dass die Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen in der Schweiz vorerst abgesagt sind.
Netanjahu wirft Hisbollah Bruch der Waffenruhe vor und fordert Härte
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben die Armee angewiesen, hart gegen die libanesische Hisbollah-Miliz vorzugehen. Netanjahu begründete seine Entscheidung auf X mit einem „abscheulichen Angriff der Hisbollah“, der einen eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe darstelle. Bei Angriffen der Hisbollah im Südlibanon sind vier israelische Soldaten getötet und vier weitere verletzt worden. Netanjahu schloss erneut einen Truppenabzug aus dem Südlibanon aus.
US-Botschafter zeigt Verständnis für Angriffe Israels im Libanon
Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, hat die Angriffe des israelischen Militärs im Libanon verteidigt. Israel schlage zurück, wenn es angegriffen werde, erklärte er auf X. Eine Waffenruhe komme zustande, wenn die Hisbollah aufhöre, zu schießen und zu töten.
Kein Ende der Gewalt im Libanon trotz US-Deal mit Iran
Der Libanon bleibt die Schwachstelle im Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Die israelische Armee griff Stellungen der Hisbollah im Südlibanon aus der Luft an. Zuvor habe die Hisbollah Raketen auf israelische Soldaten abgefeuert. Vier israelische Soldaten wurden getötet, auf libanesischer Seite 18 Menschen.
Frankreich: Irans Bevölkerung ist größtes Opfer des Konfliktes
Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot appelliert an die Weltgemeinschaft, die „Massaker“ an iranischen Demonstranten im Januar nicht zu vergessen. Die Bevölkerung im Iran sei „das größte Opfer dieses Krieges, gefangen zwischen Repression und Bombenangriffen“.
Israelische Angriffe im Libanon gefährden Iran-Abkommen
Fortgesetzte israelische Angriffe im Libanon drohen das frisch unterzeichnete Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zu gefährden. Das israelische Militär griff Ziele im Süden des Nachbarlandes an, die Hisbollah berichtete von schweren Gefechten.
Gespräche zwischen USA und Iran abgesagt
Die für diesen Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden dem Schweizer Außenministerium zufolge abgesagt. Dort sollten die Unterhändler über einen dauerhaften Waffenstillstand verhandeln. US-Vizepräsident JD Vance hatte seine Teilnahme bereits abgesagt.
Steinmeier: Viel Ärger mit dem Iran wäre vermeidbar gewesen
Die angestrebte Vereinbarung mit dem Iran wird nach Einschätzung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bestenfalls dem 2015 vereinbarten Abkommen entsprechen. „Es ist bedauerlich, dass die damals von Präsident Trump gekündigt worden ist.“
USA heben Blockade des Iran auf – Tanker passieren Straße von Hormus
Nach Inkrafttreten des vorläufigen Rahmenabkommens passieren wieder Öltanker die Straße von Hormus. Die US-Regierung erklärt ihre Blockade des Iran für aufgehoben. Der Ölpreis fällt auf den niedrigsten Stand seit dem 2. März.
Vance verschiebt Reise zu Iran-Gesprächen in die Schweiz
Vizepräsident JD Vance wird nicht zu einer neuen Verhandlungsrunde mit dem Iran in die Schweiz reisen. Als Grund nannte das Weiße Haus schwierige logistische Bedingungen.
Trumps Iran-Deal stößt auf scharfe Kritik in eigener Partei
Das von US-Präsident Donald Trump vorgestellte vorläufige Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges stößt auf scharfe öffentliche Kritik in den eigenen Reihen. Führende Parteikollegen bezeichnen das Abkommen als „schlimmsten außenpolitischen Fehler seit Jahrzehnten“.
Iran besteht auf Antragspflicht für Hormus-Passage
Iran verlangt vor einer Passage der Straße von Hormus von allen Handelsschiffen die Einreichung eines entsprechenden Antrags. Für einen Zeitraum von 60 Tagen müssen keine Gebühren entrichtet werden.
Witkoff: Iran lädt IAEA-Inspektoren in Atomanlagen ein
Der Iran wird die Internationale Atomenergiebehörde IAEA zur Inspektion von Nuklearanlagen einladen. Außerdem werde die islamische Republik Lagerorte ihres angereicherten Kernbrennstoffs offenlegen.
Iran erlässt vorübergehend Gebühren für Straße von Hormus
Der Iran verzichtet nach einer Vereinbarung mit den USA für 60 Tage auf Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Eine neu geschaffene Behörde soll die Genehmigungen erteilen.
Chamenei billigt Absichtserklärung mit den USA trotz Vorbehalten
Irans geistliches Oberhaupt Modschtaba Chamenei billigt eine von den Präsidenten des Iran und der USA unterzeichnete Absichtserklärung trotz eigener Vorbehalte. Er habe Zusicherungen erhalten, dass die Rechte des Iran gewahrt blieben.
USA verhängen Sanktionen gegen Hisbollah-Unterstützer
Die US-Regierung hat Sanktionen gegen Unterstützer der Hisbollah-Miliz verhängt. Betroffen seien mehrere libanesische Amtsträger und Mitglieder eines Geschäftsnetzwerks.
US-Vizepräsident Vance warnt Israel vor Kritik an Iran-Abkommen
US-Vizepräsident JD Vance warnt Israel vor Kritik am vorläufigen Abkommen mit dem Iran. Er würde an Israels Stelle „vielleicht nicht den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen“.
Neue Tote bei israelischen Angriffen
Bei erneuten israelischen Angriffen im Libanon sind nach dortigen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden.
Vance: Verhandlungen beginnen am Wochenende
Die Verhandlungen auf technischer Ebene über das Abkommen mit dem Iran sollen nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance voraussichtlich an diesem Wochenende beginnen.
Pakistans Premier reist nicht in die Schweiz
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif hat seine geplante Reise zur Unterzeichnung des Rahmenabkommens in der Schweiz vorerst abgesagt.
IAEA-Chef: „Noch ein Stück Arbeit“ bis zu finalem Iran-Pakt
Die Internationale Atomenergiebehörde nimmt nach Angaben ihres Chefs Rafael Grossi an den Verhandlungen über ein endgültiges US-Iran-Abkommen teil. „Es ist noch ein Stück Arbeit“, sagte Grossi.
Insider: Israel verhandelt mit USA über Verbleib von Truppen im Südlibanon
Wenige Stunden nach der Einigung auf eine Absichtserklärung zur Beendigung des Irankriegs verhandelt Israel nach Aussagen von Insidern mit den USA über einen Verbleib seiner Truppen im Südlibanon.



