Iran bricht Verhandlungen ab und droht Trump: „Vorsichtig sein!“
Iran droht Trump nach Abbruch der Friedensgespräche

Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz sind gescheitert. Nach einer scharfen Drohung von US-Präsident Donald Trump (80) brach die iranische Delegation die Gespräche ab und richtete nun selbst eine Warnung an Washington. Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf (64) schrieb auf X: „Denken sie denn nicht, dass sie heute nicht so verzweifelt wären, wenn ihre Drohungen Wirkung gezeigt hätten? Sie täten gut daran, bei ihren Äußerungen vorsichtig zu sein. Unsere Streitkräfte sind darauf vorbereitet, auf andere Weise zu reagieren. Sie mögen weiterreden – wir sind diejenigen, die handeln.“

Trumps Drohungen gegen den Iran

Zuvor hatte Trump in sozialen Medien gefordert, der Iran solle seine Verbündeten im Libanon stoppen, insbesondere die Hisbollah-Miliz. „Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart treffen, genau wie vergangene Woche, nur noch härter!!!“ Die Hisbollah hatte am Freitag und Samstag fünf israelische Soldaten im Südlibanon getötet. Trump kehrte am Sonntag von Camp David ins Weiße Haus zurück.

In einem Interview mit Fox-Reporter Trey Yingst behauptete Trump zudem, er habe den iranischen Vertretern am Telefon gedroht: Sollte das Mullah-Regime die Straße von Hormus wieder schließen, „kehrt Ihr nicht einmal in Euer beschissenes Land zurück“. Die USA würden die Straße von Hormus einnehmen, Mautgebühren erheben und Öl beschlagnahmen.

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Verhandlungen in „schwieriger Phase“

Iranische Staatsmedien berichteten, die Gespräche seien nach der „Veröffentlichung einer beleidigenden Botschaft des US-Präsidenten“ in eine „schwierige Phase“ eingetreten und unterbrochen worden. Die iranische Delegation traf sich anschließend mit katarischen Vermittlern und verließ den Verhandlungsort. Zwar kehrten sie später in ihr Hotel zurück, setzten die Gespräche aber nicht fort.

US-Vizepräsident JD Vance (41), Unterhändler Steve Witkoff (69) und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (45) hatten sich am Vierwaldstättersee mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi (63) getroffen. Das Treffen dauerte nach iranischen Angaben etwa 80 Minuten.

Auswirkungen auf die Region

Die USA drängen Israel, die Kämpfe im Libanon zu beenden, um die Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran zu erhalten – trotz anhaltender Provokationen der Hisbollah. Bisher ohne Erfolg. Die Zukunft der Gespräche bleibt ungewiss.

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