Friedensgespräche in der Schweiz: Vance und iranische Delegation eingetroffen
Friedensgespräche in der Schweiz: Vance im Anmarsch

Verhandlungen am Bürgenstock: Vance und iranische Delegation vor Ort

Die entscheidende Runde der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran steht bevor: US-Vizepräsident JD Vance ist am Samstag am Schweizer Verhandlungsort Bürgenstock eingetroffen. Auch Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif, der als wichtigster Vermittler gilt, ist bereits in der Schweiz. Der Zeitplan für die Verhandlungen bleibt jedoch unklar. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums kündigte ein Vierertreffen zwischen Iran, USA, Katar und Pakistan für Sonntagnachmittag an. Zuvor werde Iran mit den Vermittlern Katar und Pakistan sprechen. Das Schweizer Außenministerium erklärte, die Gespräche der Delegationen von Vance und dem iranischen Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf sollten unter Beteiligung von Vermittlern im Laufe des Vormittags beginnen.

Straße von Hormus: Iran hält Sperrung aufrecht

Kurz vor Beginn der Gespräche bleibt die Straße von Hormus nach iranischen Medienberichten weiter für die Schifffahrt gesperrt. Die Marine der Revolutionsgarden habe bislang keine Durchfahrtsgenehmigungen erteilt, meldete die Nachrichtenagentur Fars. Die USA und der Iran hatten sich auf eine 60-tägige Waffenruhe geeinigt, um über ein Friedensabkommen zu verhandeln. Als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon hatten die Revolutionsgarden die Meerenge jedoch am Samstag für geschlossen erklärt. Das US-Militär hatte dagegen mitgeteilt, dass weiterhin Handelsschiffe unterwegs seien.

Israelische Angriffe im Libanon: Sieben Tote

Bei erneuten israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Bei einem Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes starben fünf Menschen, darunter ein Kind, eine Frau und zwei ältere Menschen, berichtete die Staatsagentur NNA. In der Nähe der südlichen Küstenstadt Tyrus kamen zudem zwei Palästinenser ums Leben. Israels Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten. Laut libanesischen Sicherheitskreisen überwachen israelische Bodentruppen einen strategisch wichtigen Hügel nahe Nabatija, wo die Hisbollah Tunnel und Höhlen nutzen soll. Das israelische Portal ynet berichtete, die Armee kontrolliere das Gebiet bereits.

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IS bekennt sich zu Anschlag in Syrien

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu einem erneuten Anschlag in Syrien bekannt. Der Anschlag ereignete sich nahe der Stadt Manbidsch in der Provinz Aleppo. Das syrische Verteidigungsministerium hatte zuvor erklärt, zwei Soldaten seien von unbekannten Angreifern getötet worden. Erst vor wenigen Tagen hatte sich der IS zu einem Anschlag auf einen Ableger des Innenministeriums bekannt, bei dem ein Mensch getötet wurde.

Trump erwägt US-Mautgebühren für Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump brachte die Erhebung von US-Mautgebühren für die Straße von Hormus ins Gespräch. Während der Waffenruhe mit dem Iran würden 60 Tage lang keine Mautgebühren erhoben, schrieb Trump auf Truth Social. „Es sei denn, sie werden von den Vereinigten Staaten von Amerika und zu deren Gunsten erhoben, falls die Vereinbarung nicht zustande kommt – und zwar für Dienstleistungen, die sie als „Schutzengel“ der Länder des Nahen Ostens erbracht haben.“

Libanon: Mehr als 4000 Tote durch israelischen Feldzug

Die Zahl der Todesopfer des israelischen Feldzugs gegen die Hisbollah-Miliz ist nach libanesischen Angaben auf mehr als 4000 gestiegen. Das libanesische Gesundheitsministerium gab dies am Samstag bekannt. Die Hisbollah hatte sich Anfang März an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel attackiert. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen und einer Bodenoffensive. Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen.

Gaza: Sechs Tote bei israelischen Angriffen

Im Gazastreifen sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Bei einem Angriff auf ein Wohnhaus in Gaza-Stadt gab es vier Tote und mehrere Verletzte. Das israelische Militär teilte mit, es habe einen Militanten getroffen. Seit Oktober wurden nach Behördenangaben mehr als 1000 Palästinenser durch israelische Angriffe getötet, während vier israelische Soldaten durch Militante starben.

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Bundesregierung fordert Einhaltung der Waffenruhe

Die Bundesregierung hat alle Seiten zur Umsetzung der vereinbarten Waffenruhe aufgerufen. „Man nutze die Kontakte insbesondere zu den israelischen Partnern, damit das Rahmenabkommen über die Waffenruhe mit Leben erfüllt werde“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Die Hisbollah müsse ihre Angriffe auf den Norden Israels „wirklich glaubhaft“ einstellen.

Wirtschaftsweise Schnitzer dämpft Erwartungen

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer warnte vor zu viel Hoffnung auf eine Besserung der deutschen Konjunktur im Zuge der Annäherung zwischen USA und Iran. „Man kann nur froh sein, wenn die Wirtschaft nicht einen noch größeren Schaden nimmt als bisher schon“, sagte sie dem Spiegel.