Frankreich entert mit britischer Hilfe erneut russischen Öltanker im Mittelmeer
Frankreich stoppt russischen Öltanker mit britischer Hilfe

Französische Marine stoppt russischen Öltanker mit britischer Unterstützung

Die französische Marine hat am Donnerstag, den 20. März 2026, erneut einen aus Russland stammenden Öltanker im Mittelmeer angehalten und überprüft. Bei der Operation erhielt Frankreich dabei aktive Unterstützung von britischen Streitkräften. Der Ölfrachter mit dem Namen Deyna war zuvor aus dem russischen Hafen Murmansk ausgelaufen und stand unter dem Verdacht, unter falscher Flagge zu fahren.

Verdacht auf Zugehörigkeit zur russischen Schattenflotte

Wie die Meerespräfektur für das Mittelmeer in Toulon mitteilte, wurden die Zweifel an der geführten mosambikanischen Flagge des Schiffes bestätigt. Das Schiff wurde daraufhin umgeleitet und zu einem Ankerplatz gebracht, wo weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte auf der Plattform X, dass es sich bei der Deyna um ein Schiff der sogenannten Schattenflotte handle.

Macron betonte zudem, dass der aktuelle Irankrieg Frankreich nicht von seiner Unterstützung für die Ukraine im russischen Angriffskrieg ablenken werde. In seinem Post schrieb er: „Wir halten Kurs. Die französische Marine hat heute Morgen im Mittelmeer ein neues Schiff der Schattenflotte, die Deyna, aufgebracht. Der Krieg im Iran wird Frankreich nicht von der Unterstützung der Ukraine ablenken, wo der russische Angriffskrieg weitergeht.“

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Britische Unterstützung und internationale Reaktionen

Der britische Verteidigungsminister John Healey bestätigte die Beteiligung Großbritanniens an der Operation. Auf X schrieb er, er sei „stolz auf die Unterstützung dieser französischen Operation“. Großbritannien werde weiterhin die Ukraine unterstützen, Russland abschrecken und Verteidigungsoperationen im Nahen Osten durchführen, um das Land sicher zu halten.

Macron kritisierte die Schattenflotte scharf: „Diese Schiffe, die internationale Sanktionen umgehen und gegen das Meeresrecht verstoßen, sind Kriegsprofiteure. Sie wollen Profite einfahren und finanzieren die russischen Kriegsbemühungen.“

Wiederholte Vorfälle im Mittelmeer

Bereits im Januar und Oktober des Vorjahres hatte Frankreich jeweils ein Schiff aufgebracht, das verdächtigt wurde, zur russischen Schattenflotte zu gehören. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte damals das entschlossene Vorgehen gegen den Öltanker Grinch begrüßt.

Die russische Schattenflotte umgeht internationale Sanktionen, indem sie oft unter falschen Flaggen fährt oder ältere, teilweise schrottreife Tanker einsetzt. Dies stellt nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine ökologische Bedrohung für Europas Gewässer dar. Entlang der Nordostpassage entsteht zudem eine neue Handelsroute, bei der Russland auf dubiose Schiffe zurückgreift, um einen Aufschwung in der Arktis zu erreichen.

Die aktuelle Operation unterstreicht die anhaltenden internationalen Bemühungen, die Umgehung von Sanktionen gegen Russland zu unterbinden und die Sicherheit in europäischen Gewässern zu gewährleisten.

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