EU setzt Zollversprechen an Trump um: Industriegüter und Hummer zollfrei
EU setzt Zollversprechen an Trump um

EU senkt Zölle auf US-Produkte – Zolldeal mit Trump tritt in Kraft

Seit heute dürfen Industriegüter und Hummer aus den USA zollfrei in die Europäische Union eingeführt werden. Für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse und Meeresprodukte aus den Vereinigten Staaten gelten zudem ermäßigte Zölle oder Zollkontingent-Regeln, die einen besseren Marktzugang ermöglichen. Mit diesen Neuregelungen setzt die EU die Vereinbarungen aus dem im vergangenen Jahr geschlossenen Zolldeal mit US-Präsident Donald Trump um.

Europäische Verbraucher werden nach Angaben der EU-Kommission von einem verbesserten Zugang zu Importen aus den USA profitieren und auch Preisvorteile haben. Der Deal hatte es der EU ermöglicht, einen drohenden Handelskrieg mit den USA abzuwenden. Im Gegenzug musste die Staatengemeinschaft jedoch US-Zölle in Höhe von bis zu 15 Prozent auf die meisten Warenexporte in die Vereinigten Staaten akzeptieren und weitere Zugeständnisse wie die Abschaffung von EU-Zöllen auf US-Industriegüter machen.

Sicherheitsnetz und Ablaufdatum

Für den Fall, dass die USA ihre Zusagen nicht vollständig umsetzen, wurden die Regeln für die Handelserleichterungen an ein Sicherheitsnetz geknüpft. Dieses sieht vor, dass die EU-Zollzugeständnisse bei Verstößen der USA gegen Absprachen wieder ausgesetzt werden können. Darüber hinaus ist unter anderem der 31. Dezember 2029 als festes Ablaufdatum vorgesehen. Bis zum 30. Juni 2029 muss die EU-Kommission umfassend bewerten, welche Folgen die Änderungen hatten. Sie kann dann auch vorschlagen, die Zollzugeständnisse zu verlängern.

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Trump hatte zuletzt den US-Nationalfeiertag am 4. Juli als Frist für die Umsetzung der Handelsvereinbarung genannt. Sollte die EU nicht bis dahin ihren Teil des Abkommens erfüllen, würden die Zölle „leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen“, drohte er. Verzögerungen bei der Umsetzung der EU-Zusagen waren von der EU zuvor mit von Trump provozierten Streitigkeiten und Konflikten erklärt worden. So lagen die Arbeiten in Brüssel zwischenzeitlich wochenlang auf Eis, weil Trump im Grönland-Konflikt zwischenzeitlich neue Zölle gegen EU-Staaten angekündigt hatte.

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