Europäische Botschafter protestieren in Moskau gegen russische Lüge
EU-Diplomaten in Moskau: Protest gegen Kreml-Propaganda

Besuch in Moskau: Europäische Diplomaten protestieren gegen Kreml-Propaganda

Ein Treffen der Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens im russischen Außenministerium hat für Aufsehen gesorgt. Im Raum standen Spekulationen, die drei Diplomaten könnten ein Gesprächsangebot an den Kreml überbracht haben. Doch nach Informationen des SPIEGEL war der Anlass ein anderer: Es ging um den Protest gegen eine perfide Propagandalüge Russlands.

Der deutsche Botschafter Alexander Graf Lambsdorff, sein französischer Kollege Nicolas de Rivière und der britische Vertreter Nigel Casey waren am Freitag ins Moskauer Außenministerium bestellt worden. Sie kamen, um gegen eine russische Desinformationskampagne zu protestieren, die den Westen der Verwicklung in einen angeblichen Anschlag auf russische Ziele beschuldigt. Die drei EU-Staaten wiesen die Vorwürfe entschieden zurück.

Die russische Propaganda behauptet, westliche Geheimdienste hätten einen Anschlag auf ein russisches Regierungsgebäude geplant. Die Botschafter machten deutlich, dass es sich um eine völlig aus der Luft gegriffene Behauptung handele. Sie forderten Moskau auf, die Verbreitung solcher Falschinformationen zu unterlassen.

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Das Treffen dauerte etwa eine Stunde. Die Diplomaten verließen das Ministerium ohne weitere Stellungnahme. Hinter den Kulissen wurde jedoch klar, dass die Aktion der drei Länder ein starkes Zeichen gegen die zunehmende Desinformation Russlands setzen sollte. Die EU hat wiederholt vor russischen Propagandalügen gewarnt, die darauf abzielen, die westlichen Demokratien zu destabilisieren.

Die Affäre zeigt, wie angespannt die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen weiterhin sind. Diplomatische Kanäle werden zwar genutzt, aber oft für scharfe Auseinandersetzungen. Der jüngste Vorfall unterstreicht die Entschlossenheit der EU, sich gegen Falschdarstellungen zu wehren.

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