Ecuador steht nach einem ernüchternden 0:0 gegen Fußball-Zwerg Curaçao kurz vor dem Aus bei der WM. Die Südamerikaner, die als Geheimfavorit galten, haben nach zwei Spielen nur einen Punkt und kein Tor erzielt. Am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) muss gegen Deutschland ein Sieg her, um die Chance auf das Sechzehntelfinale zu wahren.
Stars verzweifeln an Torwart-Nobody
Die ecuadorianischen Stars, darunter die Champions-League-Finalisten Piero Hincapie und William Pacho, sowie der 115-Millionen-Euro-Transfer Moises Caicedo, sanken nach der Schmach auf den Rasen von Kansas City. Der Gesamtmarktwert des Teams liegt bei rund 370 Millionen Euro, doch gegen Curaçao scheiterte die Offensive an Torwart Eloy Room, der 15 Chancen vereitelte. „Es ist eine harte Zeit für die Fans in Ecuador“, räumte Trainer Sebastián Becaccece ein.
Letzte Hoffnung gegen Deutschland
Ecuador hatte in der Qualifikation in Südamerika noch Platz zwei hinter Weltmeister Argentinien belegt. Doch nach dem späten 0:1 gegen die Elfenbeinküste und dem torlosen Remis gegen Curaçao ist die Stimmung am Boden. „Wir müssen nun ein Team schlagen, das wir noch nie zuvor geschlagen haben“, sagte Becaccece. Sein Zusatz „Warum nicht?“ klang fast schon nach einer rhetorischen Frage.
Die DFB-Elf steht bereits als Gruppensieger fest. Für Ecuador führt der Weg nur über einen Sieg gegen Deutschland und eine gleichzeitige Niederlage von Curaçao gegen die Elfenbeinküste. Selbst dann könnte es für das Weiterkommen über die besten Dritten reichen. Die Mannschaft um Pacho, Hincapie und Caicedo steht in der Gruppe E am Abgrund.



