Der britischen TikTok-Influencerin Brooke George (23) droht in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Todesstrafe durch ein Erschießungskommando. Die 23-Jährige wurde in Dubai festgenommen und des vorsätzlichen Mordes angeklagt, nachdem sie während eines Streits in einem Luxus-Apartment einen 26-jährigen Mann erstochen haben soll, den sie online kennengelernt hatte.
Die frühere Verkäuferin aus Kent (England) habe jedoch aus Notwehr gehandelt, wie die Menschenrechtsorganisation „Detained in Dubai“ berichtet. Ihr wird vorsätzlicher Mord vorgeworfen, ein Verbrechen, das in den VAE mit der Hinrichtung durch mehrere Schützen bestraft werden kann.
Von kontrollierendem Verhalten bis zur Gewalt
Nachdem Brooke George zu dem Mann gereist war, der ihr zunächst ein Flugticket und ein professionelles Fotoshooting vor der Skyline Dubais geschenkt hatte, habe sich sein Verhalten ihren Angaben nach drastisch verändert: Er sei zunehmend kontrollierend und gewalttätig geworden. Als sie zurückfliegen und dafür ihren Reisepass aus seiner Wohnung holen wollte, sei die Situation eskaliert.
„Ihre Familie berichtet, dass die Frau weinend um die Herausgabe ihres Passes gebettelt hat, als sie erneut heftig ins Gesicht geschlagen und angegriffen wurde“, so die Organisation. „Brooke erklärte, sie habe um ihr Leben gefürchtet und in Notwehr zu einem Küchenmesser gegriffen, das sich in ihrer Reichweite befand.“
Flucht und Festnahme am Flughafen
Nach der Tat flüchtete die 23-Jährige. Sie wurde am Montagmorgen am Flughafen festgenommen. Ihr Körper sei von Verletzungen und Blutergüssen gezeichnet gewesen. Seither werde sie unter erniedrigenden Bedingungen festgehalten. So habe sie sich etwa vor männlichen Beamten vollständig ausziehen müssen, der Kontakt zur britischen Botschaft sei ihr verweigert worden. Mittlerweile sei das Außenministerium jedoch über den Fall informiert.
Auf TikTok folgen der 23-Jährigen knapp 100.000 Menschen. Nun sitzt sie allein in einem Gefängnis in Dubai.
Warnung vor falschen Versprechungen
Laut „Detained in Dubai“ könnte Brooke wie viele andere attraktive Frauen in den sozialen Netzwerken in die Wüstenstadt gelockt worden sein, um von wohlhabenden Männern wie Oligarchen oder Scheichs auf sogenannten „Porta-Potty-Partys“ ausgebeutet zu werden. Dabei werden Models und Influencerinnen im Gegenzug für Luxusreisen zu extremen sexuellen Handlungen genötigt. Ein One-Way-Flugticket und ein bezahltes Fotoshooting im Bikini seien laut der Organisation typische Warnsignale dafür.



