Drohnenalarm in St. Petersburg vor Putin-Wirtschaftsforum
Drohnenalarm in St. Petersburg vor Putin-Forum

Kurz vor dem Beginn des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF) haben die Behörden der Millionenmetropole die Einwohner und Gäste am Morgen eindringlich vor möglichen Drohnenangriffen gewarnt. In einer versandten SMS hieß es: „Achtung! Es besteht Drohnengefahr auf dem Gebiet von St. Petersburg, möglich sind Störungen des mobilen Internets.“ Zudem soll eine Ölraffinerie in der Stadt in Brand geraten sein. Offiziell bestätigt wurde dies jedoch nicht. In sozialen Netzwerken kursierten Aufnahmen, die eine schwarze Rauchwolke zeigen.

Verletzte und Schäden gemeldet

Der Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglow, teilte mit, dass es einige Verletzte gebe. „Es sind einige Objekte beschädigt worden. Im Moment läuft die Beseitigung der Folgen“, so Beglow. Konkrete Angaben zu den Schäden machte er nicht. Alle Einsatzkräfte seien seinen Angaben zufolge in erhöhter Bereitschaft. Der Drohnenalarm überschattet das SPIEF, das in der Regel glanzvoll für Gäste aus aller Welt inszeniert wird und bis Samstag dauert.

Putin als Gastgeber – auch AfD-Vertreter erwartet

Kremlchef Wladimir Putin ist in seiner Heimatstadt selbst Gastgeber des Forums. Erwartet werden auch Unternehmer und Wirtschaftsvertreter aus westlichen Staaten, darunter aus Deutschland. Auch Politiker der AfD besuchen das Forum, bei dem Russland zeigt, wie es seine Wirtschaft in Kriegszeiten und ungeachtet der westlichen Sanktionen am Laufen hält.

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Russland meldet Abschuss von 354 Drohnen

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von 354 ukrainischen Drohnen, darunter auch in der Region um die Hauptstadt Moskau und im Leningrader Gebiet um die Millionenmetropole St. Petersburg. Überprüfbar sind diese Angaben von unabhängiger Seite nicht. Auch im vor St. Petersburg gelegenen Kronstadt, wo die russische Kriegsmarine einen Stützpunkt hat, gab es am Morgen Drohnenalarm. Medienberichten zufolge schlugen Drohnen zudem in der Stadt Mitschurinsk in der zentralrussischen Region Tambow ein. Ziel dort soll eine Fabrik gewesen sein, die auch Raketentechnik herstellt.

Der Vorfall zeigt erneut die angespannte Sicherheitslage in Russland, während der Krieg in der Ukraine andauert. Die Behörden reagierten mit erhöhter Wachsamkeit, um weitere Schäden zu verhindern.

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