Belgischer Minister verteidigt Meloni gegen Trump: „Fass sie nicht an“
Belgien stärkt Meloni den Rücken gegen Trump

Im Konflikt mit US-Präsident Donald Trump hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Unterstützung aus Belgien erhalten. „Natürlich brauchen wir ihn als Verbündeten, aber fass Meloni nicht an“, sagte Verteidigungsminister Theo Francken dem Nachrichtenportal „Politico“ in Richtung Trump. „Sie ist die Königin der Mitte-Rechts-Parteien in Europa. Sie ist die Anführerin. Lass sie in Ruhe“, fügte Francken hinzu.

Hintergrund des Streits

Kurz vor dem NATO-Gipfel im türkischen Ankara hatte Trump im öffentlichen Streit mit Meloni noch einmal nachgelegt. Auf der Plattform Truth Social postete Trump ein Foto, auf dem die rechte Regierungschefin ihn intensiv anschaut. Über dem Foto stand in Großbuchstaben: „Restraining order needed“ (zu Deutsch etwa: „Einstweilige Verfügung notwendig“). Eine öffentliche Reaktion von Meloni gab es zunächst nicht.

Angesprochen auf den jüngsten Spott-Post sagte Außenminister Antonio Tajani dem Sender Sky TG24: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir auf Erklärungen dieser Art nicht reagieren werden. Deshalb machen wir einfach weiter. Wir sind überzeugt, dass die transatlantischen Beziehungen weit über einzelne Äußerungen hinausgehen.“ Trumps Äußerungen „kommentieren sich von selbst“.

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Vorangegangene Spannungen

Zuletzt hatte es zwischen Trump und Meloni immer wieder Spannungen gegeben, die beiden stritten in den sozialen Medien. Auslöser war die Behauptung des US-Präsidenten, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel im französischen Évian um ein Foto mit ihm angefleht. Sie habe ihm leidgetan. Meloni bezeichnete dies als „völlig erfunden“. Bei einem weiteren Schlagabtausch in den sozialen Medien wies sie ihn abermals zurecht.

Im Nachgang machte Trump klar, dass es ihm bei seiner Kritik vor allem um aus seiner Sicht fehlende Unterstützung im Iran-Krieg ging. Italien hatte US-Flugzeugen die Landung auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien verweigert.

Melonis Versöhnungsangebot

Meloni machte nach dem Schlagabtausch aber klar, sie wolle den Zwist nun nicht weiter anheizen. „Ich denke, dass unsere bilaterale Zusammenarbeit mit den USA wieder zur Normalität zurückkehren sollte“, sagte sie vor knapp zwei Wochen bei einer Veranstaltung. Die Zusammenarbeit zwischen den USA und Italien beruhe auf einer „so langen und soliden Geschichte“, dass sie nicht durch „eine Diskussion in den sozialen Medien“ infrage gestellt werde.

Der zweitägige NATO-Gipfel in der Türkei beginnt am Dienstag.

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