Belgien-Sieg als Vorbild: So kann sich die NATO gegen Trump aufstellen
Belgien-Sieg als Vorbild: NATO gegen Trump

Ein diplomatischer Erfolg Belgiens im Umgang mit US-Präsident Donald Trump könnte der gesamten NATO als Blaupause dienen. Der kleine EU-Staat setzte auf eine Mischung aus Geschlossenheit und taktischem Geschick, um eigene Interessen durchzusetzen – und zeigte damit, wie das Bündnis sich gegen Druck aus Washington behaupten kann.

Belgien als Vorreiter für kluge Verhandlungen

Belgien gelang es, in einem bilateralen Streit mit den USA eine Lösung zu finden, die beiden Seiten Zugeständnisse abrang, ohne das Gesicht zu verlieren. Nach Informationen aus Brüssel spielte dabei die enge Abstimmung mit anderen EU-Partnern eine Schlüsselrolle. „Wir haben frühzeitig klar gemacht, dass wir nicht allein stehen“, zitiert ein Diplomat den belgischen Außenminister.

Die Strategie: Statt auf Konfrontation zu setzen, suchte Belgien den Dialog und präsentierte Trump gleichzeitig eine geeinte europäische Front. So konnte verhindert werden, dass die USA ihre Forderungen durchsetzen, die als nachteilig für die europäische Sicherheitsarchitektur galten.

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Lehren für die gesamte NATO

Der Fall Belgien zeigt, dass auch kleinere NATO-Mitglieder erfolgreich gegen den Druck des mächtigsten Bündnispartners bestehen können, wenn sie geschlossen auftreten. „Das ist ein Modell für die Zukunft“, sagt ein NATO-Experte. „Die Zeiten, in denen die USA einfach Befehle erteilen, sind vorbei.“

Die NATO-Staaten müssten lernen, ihre eigenen Interessen klar zu benennen und mit einer Stimme zu sprechen. Nur so könnten sie verhindern, dass Trump das Bündnis nach seinen Vorstellungen umbaut. Die belgische Taktik könnte nun in anderen Hauptstädten Schule machen.

Konkrete Forderungen und nächste Schritte

Konkret geht es um die künftige Verteilung der Verteidigungslasten innerhalb der NATO. Trump fordert seit Jahren, dass die europäischen Mitglieder ihre Ausgaben auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen. Belgien hat dies inzwischen zugesagt – allerdings mit langen Übergangsfristen und unter der Bedingung, dass die USA ihrerseits Zugeständnisse machen.

„Wir haben bewiesen, dass man mit Trump verhandeln kann, wenn man gut vorbereitet ist“, so ein belgischer Regierungsvertreter. Die NATO müsse nun diese Lektion nutzen, um ihre Position zu stärken. Ein nächster Schritt könnte eine gemeinsame europäische Verteidigungsinitiative sein, die die Abhängigkeit von den USA verringert.

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