Attentatsversuch in Washington: Trump entgeht nur knapp einer Katastrophe
Attentatsversuch in Washington: Trump entgeht knapp Katastrophe

Das traditionelle White House Correspondents’ Dinner endete am Samstagabend beinahe in einer Tragödie. Nur zwei Stunden nach der Festnahme eines bewaffneten Angreifers zeigte sich US-Präsident Donald Trump bereits wieder humorvoll. Er habe die „most inappropriate speech ever made“ halten wollen, um die Hauptstadtkorrespondenten zu verspotten, denen er oft „Fake News“ vorwirft. Doch diese Rede müsse wohl verschoben werden. „Beim nächsten Mal werde ich sehr langweilig sein“, scherzte Trump bei einer Pressekonferenz.

Schüsse im Ballsaal

Die festliche Veranstaltung im Hilton Hotel verwandelte sich binnen Sekunden in einen Ort der Angst. Trump war kurz davor, seine provokante Rede zu halten, als plötzlich Schüsse zu hören waren. Während Trump und seine Frau Melania eilig in Sicherheit gebracht wurden, brachen im Hotel chaotische Szenen aus.

Journalisten werden zu Reportern

Da der Saal voller Reporter war, wurden aus den Gala-Gästen sofort Berichterstatter. Auf Handyvideos und einem Livestream war zu sehen, wie die Stimmung kippte. Michael M. Grynbaum von der „New York Times“ beschrieb den Moment: „Die Vorspeise aus Frühlingserbsen und Burrata war bereits serviert worden, als ein Tumult ausbrach. Sicherheitsbeamte sprinteten zur Bühne, wo Trump, Vizepräsident JD Vance und Melania Trump saßen. Hunderte Gäste warfen sich zu Boden und duckten sich unter Tische.“

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US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., Neffe des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy, wurde ebenfalls eskortiert. Das Hilton wird wegen des Attentatsversuchs auf Ronald Reagan vor 45 Jahren auch „Hinckley Hilton“ genannt.

Trumps Reaktion

Trump sagte später, er habe zunächst „geglaubt, es sei ein Tablett heruntergefallen“. Dann wurde ihm klar, dass es Pistolenschüsse waren. „Es war entweder ein Tablett oder eine Kugel. Ich hoffte, es wäre ein Tablett, aber es war keins.“

Berichterstattung aus dem Saal

Alexandra Ingersoll von One America News berichtete: „Ich habe mich einfach unter den Tisch geduckt. Ich wusste nicht, ob der Schütze unschädlich gemacht worden war.“ Viele Journalisten begannen Livestreams. Die Präsidentin der White House Correspondents’ Association, Weijia Jiang, sagte: „Ich habe gesehen, wie ihr alle berichtet habt. Gott sei Dank sind alle in Sicherheit.“

CNN-CEO Mark Thompson lobte Wolf Blitzer, der sich in unmittelbarer Nähe des Vorfalls befand und sofort mit der Berichterstattung begann. Blitzer berichtete, ein Polizist habe ihn zu Boden geworfen und in die Herrentoilette gebracht, wo etwa 15 Männer festsaßen. Auch Jake Tapper filmte das Chaos mit seinem Handy.

Galgenhumor und Panik

Laut Grynbaum kam es zu Galgenhumor: „Bringen sie noch mehr Champagner?“, fragte ein Gast. Andere waren tief erschüttert. Eine Frau zitterte und wischte sich Tränen ab. Secret Service brachte Vizepräsident Vance, Trump und Melania von der Bühne. Außenminister Marco Rubio wurde ebenfalls in Sicherheit gebracht. Harmeet Dhillon vom Justizministerium verletzte sich am Kopf, als Beamte über Tische rannten.

Erika Kirk unter den Gästen

Auch Erika Kirk, Geschäftsführerin von Turning Point USA, war anwesend. Ihr Mann Charlie Kirk wurde im September 2025 erschossen. Sie versteckte sich unter einem Tisch und wurde später von FBI-Direktor Kash Patel getröstet.

Den Behörden zufolge stürmte ein einzelner Schütze um 20.36 Uhr Ortszeit durch eine Sicherheitskontrolle in der Hotellobby. Trumps Autokolonne verließ das Hilton um 20.40 Uhr. Die Korrespondenten eilten zum Weißen Haus, wo Trump eine Pressekonferenz abhielt. Das White House Correspondents’ Dinner wird seit hundert Jahren gefeiert und ist bekannt für derbe Witze und selbstironische Reden. Trump war dem Dinner in seiner ersten Amtszeit ferngeblieben.

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