AfD führt in neuer Umfrage auch bei Kanzlerfrage
AfD vorn bei Kanzlerfrage in INSA-Umfrage

Eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag von BILD zeigt, dass die Deutschen bei den großen Machtfragen immer weiter auseinanderdriften. Die Umfrage beleuchtet, wer regieren soll, wer ins Kanzleramt einziehen soll und wie die Schuldenpolitik der Regierung ankommt. Die Ergebnisse sind für CDU-Chef Friedrich Merz, SPD-Chef Lars Klingbeil und andere Spitzenpolitiker ziemlich unbequem.

Schwarz-Blau liegt in Umfrage vorn

Der erste Paukenschlag betrifft die Regierungsfrage: 26 Prozent der Deutschen wünschen sich aktuell eine Koalition aus CDU/CSU und der AfD. Damit liegt dieses Bündnis auf Platz eins. Dahinter folgt ein linkes Bündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei mit 24 Prozent. Die derzeitige schwarz-rote Koalition kommt nur auf 23 Prozent. Besonders brisant: 27 Prozent der Befragten legen sich gar nicht fest – das ist im Verhältnis die größte Gruppe.

In den politischen Lagern ist das Bild eindeutig: 75 Prozent der AfD-Wähler wollen Schwarz-Blau. SPD-, Grünen- und Linken-Wähler setzen klar auf ein Linksbündnis. Die Unionsanhänger bleiben mehrheitlich bei Schwarz-Rot: 69 Prozent von ihnen wünschen sich genau das.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kanzler-Kracher: AfD auf Platz 1

Noch heikler wird es beim Blick aufs Kanzleramt: Die AfD liegt hier wie in der Sonntagsfrage vorn! 25 Prozent der Befragten sagen, die Rechtspopulisten sollen den nächsten Bundeskanzler oder die nächste Bundeskanzlerin stellen. Die Union folgt mit 19 Prozent, dahinter SPD (13 Prozent) und Grüne (12 Prozent). Fast jeder Fünfte (19 Prozent) weiß nicht, wen er vorn sehen will – oder will sich nicht festlegen.

Schulden-Frust: Klare Abrechnung mit Regierungskurs

Beim Geld hört für viele der Spaß auf: 60 Prozent der Deutschen halten es für falsch, dass Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und die Bundesregierung im aktuellen Haushaltsentwurf rund 200 Milliarden Euro neue Schulden machen wollen. Nur 23 Prozent der von INSA Befragten finden das richtig. Selbst bei den SPD-Anhängern gehen die Meinungen dramatisch auseinander: Je 43 Prozent sind dafür bzw. dagegen, 14 Prozent sind unentschieden. In allen anderen Lagern herrscht deutliche Ablehnung.

Und die Schuldenbremse? Auch hier ein klares Bild: Für 62 Prozent ist das Schleifen der Schuldenbremse tabu! Sie wollen keine weitere Lockerung. Für eine Änderung und damit eine Lockerung der Schuldenbremse votierten in der Umfrage nur 23 Prozent.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration