AfD-Verbot: Mehrheit der Deutschen lehnt Antrag ab – Sonntagstrend 2026
AfD-Verbot: Mehrheit lehnt Antrag ab – Sonntagstrend

Laut dem aktuellen Sonntagstrend vom 4. Juli 2026 würde die AfD mit 29 Prozent der Stimmen als stärkste Kraft in den Bundestag einziehen. Die Partei baut ihren Vorsprung auf die Union weiter aus, während CDU/CSU an Zustimmung verlieren. Gleichzeitig zeigt eine Umfrage, dass eine Mehrheit der Deutschen ein Verbot der AfD ablehnt.

AfD legt zu – Union verliert

Im Vergleich zur Vorwoche gewinnt die AfD einen Prozentpunkt hinzu und erreicht 29 Prozent. Die Union (CDU/CSU) fällt um einen Punkt auf 24 Prozent. Die SPD bleibt stabil bei 16 Prozent, die Grünen verlieren einen Punkt auf 12 Prozent. Die FDP liegt unverändert bei 5 Prozent, die Linke bei 4 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt auf 3 Prozent, die sonstigen Parteien auf 7 Prozent.

Damit wäre eine Koalition aus AfD und Union rechnerisch möglich, da beide zusammen auf 53 Prozent kämen. Eine Brandmauer zur AfD schließt diese Option jedoch aus. Die bisherigen Koalitionsoptionen ohne AfD – etwa eine Große Koalition (CDU/CSU+SPD) oder eine Ampel (SPD+Grüne+FDP) – verlieren an Mehrheiten. Eine Kenia-Koalition (CDU/CSU+SPD+Grüne) käme auf 52 Prozent, wäre also ebenfalls knapp möglich.

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Mehrheit gegen AfD-Verbot

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von BILD zeigt, dass 52 Prozent der Deutschen ein AfD-Verbot ablehnen. Nur 38 Prozent befürworten ein solches Verfahren. 10 Prozent sind unentschlossen. „Die Deutschen sehen mehrheitlich keinen Grund für ein Verbot der AfD“, sagte Insa-Chef Hermann Binkert. „Die Partei ist demokratisch gewählt und hat sich in den Parlamenten etabliert.“

Unter den Anhängern der Union sind 49 Prozent für ein Verbot, 44 Prozent dagegen. Bei SPD-Anhängern sind 58 Prozent dafür, 32 Prozent dagegen. Grünen-Anhänger befürworten ein Verbot mit 71 Prozent deutlich. FDP-Anhänger lehnen es mit 68 Prozent ab. AfD-Anhänger sind zu 96 Prozent gegen ein Verbot.

Auswirkungen auf die politische Landschaft

Die Verschiebung der Kräfteverhältnisse hat weitreichende Folgen. Klassische Mehrheiten geraten ins Wanken. Sollte die AfD ihre Position halten, könnte sie bei der nächsten Bundestagswahl 2027 erstmals den Kanzler stellen – sofern andere Parteien die Brandmauer einreißen. Bislang schließen alle etablierten Parteien eine Koalition mit der AfD aus.

Die Diskussion um ein AfD-Verbot wird in den kommenden Wochen den Wahlkampf bestimmen. Die Ampel-Parteien (SPD, Grüne, FDP) sind sich uneinig: Während Grüne und Teile der SPD ein Verbot fordern, lehnt die FDP dies strikt ab. Die Union zeigt sich gespalten: CDU-Chef Friedrich Merz hat sich gegen ein Verbot ausgesprochen, während einige Landesverbände dafür plädieren.

Die AfD selbst sieht sich durch die Umfragen bestätigt. Parteichef Tino Chrupalla sagte: „Die Menschen wollen echten Wandel. Ein Verbotsverfahren wäre ein Angriff auf die Demokratie.“ Die Partei will ihren Erfolg auf dem Parteitag in Erfurt nutzen, um ihre Position zu festigen.

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