Trainer Claus-Dieter Wollitz (60) von Energie Cottbus hat sich begeistert über den Neuzugang Lucas Copado geäußert. Der 22-jährige Flügelspieler kehrte vom SC Paderborn in die Lausitz zurück und hinterließ beim Testspiel gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC (3:1) einen starken Eindruck. Copado trug dabei sogar die Kapitänsbinde.
Wollitz: Copado ist ein „Wohlfühlspieler“
„Lucas ist ein Wohlfühlspieler. Wenn man ihn in diesem Wohlfühlen stärkt, kann er für mich ein echter Game-Changer werden“, sagte Wollitz gegenüber BILD. Er verglich Copado mit anderen Spielern wie Guttau und Kinsombi: „Bei ihnen kommt es darauf an, die Handbremse zu lösen. Das sind eigentlich sehr gute Fußballer. Aber wenn sie mit angezogener Handbremse spielen, wirken sie gehemmt. Wie bei Copado. Er kennt mich und kommt sofort mit dem Selbstverständnis: Ich weiß genau, dass ich mich hier frei bewegen kann. Das sieht man dann auch in seinen Aktionen.“
Testspiel-Wochenende mit gemischten Ergebnissen
Das Testspiel gegen Herthas Regionalligateam verlief zunächst holprig: Nach einer schwachen ersten Halbzeit lag Cottbus mit 0:1 zurück. In der zweiten Hälfte drehte die Mannschaft die Partie durch Tore von Boziaris, Rorig und Hannemann. Einen Tag zuvor hatte Energie beim Regionalligisten Altglienicke nur 1:1 gespielt.
Wollitz zeigte sich unzufrieden mit den beiden Testspielen: „Insgesamt waren die beiden Testspiele nicht so, wie ich mir das wünsche. Dabei geht es gar nicht um das Ergebnis, sondern darum, dass die Spieler selbstbewusster sein müssen. Einige müssen freier, mutiger und überzeugter werden. Außerdem müssen sie sich an die Intensität gewöhnen, daran, dass es permanent intensiv ist.“
Vorfreude auf Duelle gegen Hertha BSC
Nach 13 Jahren Pause kommt es in der kommenden Saison wieder zum Berlin-Brandenburg-Duell gegen Hertha BSC – diesmal gegen die Profis. Wollitz sagte dazu: „Letztes Jahr habe ich Hertha die Daumen gedrückt, weil ich öfter im Stadion war und mir die Spiele angeschaut habe. Jetzt will ich nicht von Konkurrenz sprechen, aber wir spielen in derselben Liga. Jetzt sorge ich dafür, dass wir selbst unsere Hausaufgaben erfüllen.“



