Der südkoreanische Spieleentwickler Krafton, bekannt für Spiele wie „PUBG“ und „Subnautica“, hat mit familienfreundlichen Maßnahmen einen Babyboom ausgelöst. Seit Januar 2025 erhalten Mitarbeiter für jedes nach diesem Datum geborene Kind eine lebenslange Unterstützung von bis zu 100 Millionen Won (etwa 57.000 Euro). Zudem wurde die Elternzeit auf bis zu zwei Jahre verlängert, Ersatzkräfte werden automatisch eingestellt, und Homeoffice sowie Beratungsgespräche für den Wiedereinstieg werden angeboten.
Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Von Januar bis April 2026 kamen 46 Babys zur Welt, doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum 2025 (23) und 2024 (21). Eine Studie in Zusammenarbeit mit der Nationalen Universität Seoul ergab, dass 83,4 Prozent der Mitarbeiter angaben, nicht das Geld, sondern die familienfreundliche Einstellung des Konzerns habe ihre Entscheidung beeinflusst.
Vizechef Choi Jae-geun betonte: „Durch diese Studie haben wir bestätigt, dass Unternehmen, die sich aktiv an der Lösung gesellschaftlicher Probleme beteiligen, echte Veränderungen bewirken können.“ Südkorea hat mit 0,8 Kindern pro Frau eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Auch in Deutschland liegt die Rate mit 1,35 Kindern pro Frau niedrig; 2025 gab es mit etwa 654.300 Geburten den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit.



