Vor 85 Jahren wurden erstmals tiefgekühlte Produkte in einem kleinen Lebensmittelgeschäft in den USA verkauft. Das Schockfrosten galt als Innovation und ermöglichte eine schonende Konservierung ohne Konservierungsstoffe. Heute gibt es in Deutschland über 17.000 gefrorene Artikel im Handel. Doch beim Einfrieren zu Hause kann einiges schiefgehen.
Nicht alle Lebensmittel eignen sich zum Einfrieren. Beispielsweise sollten rohes Gemüse mit hohem Wassergehalt wie Salat, Gurken oder Radieschen nicht eingefroren werden, da sie nach dem Auftauen matschig werden. Auch Eier in der Schale platzen beim Gefrieren, da sich das Eiweiß ausdehnt. Milchprodukte wie Sahne oder Joghurt können ausflocken und ihre Konsistenz verlieren.
Frittierte Speisen verlieren ihre Knusprigkeit und werden beim Auftauen weich. Auch gekochte Nudeln und Reis werden nach dem Einfrieren oft breiig. Kräuter wie Basilikum oder Schnittlauch verlieren ihr Aroma und werden schlaff. Ebenso sollten Lebensmittel mit hohem Stärkegehalt wie Kartoffeln nicht roh eingefroren werden, da sie süßlich schmecken können.
Um Qualitätsverluste zu vermeiden, ist es wichtig, Lebensmittel frisch und luftdicht zu verpacken. Gefrierbrand entsteht durch Sauerstoff und Temperaturschwankungen, was zu trockenen, grauen Stellen führt. Vakuumieren ist ideal für Fleisch und Fisch. Kleine Portionen und flachgedrücktes Hackfleisch reduzieren Bakterienbildung.
Die Kennzeichnung mit Datum und Inhalt hilft, den Überblick zu behalten. Die Haltbarkeit variiert: Gemüse hält 12 Monate, Fleisch 6–12 Monate, Fisch 3–6 Monate. Beim Auftauen sollte langsam im Kühlschrank aufgetaut werden, um Bakterienwachstum zu vermeiden. Einmal aufgetaute rohe Produkte sollten nicht erneut eingefroren werden.



