Musikklub Schwerin startet Open-Air-Saison mit Island-Band und Strickaktion
Musikklub Schwerin startet Open-Air-Saison

Wenn die ersten warmen Tage über den Schweriner Markt ziehen, beginnt dort eine ganz eigene Dynamik. Direkt vor dem Lokal von Martin Neuhaus – bekannt aus der Amazon-Prime-Erfolgsserie Maxton Hall – füllen sich die Stufen, Bierbänke und Pflastersteine. Menschen lassen sich nieder, Musik liegt in der Luft. Zwischen hüpfenden Einhörnern mit Spendenhut, jungen Talenten und erfahrenen Bands wächst eine Atmosphäre, die längst zum Sommer gehört. Und irgendwo, so erzählen es Stammgäste mit einem Schmunzeln, tanzt vielleicht wieder ein nackter Nachbar auf dem Balkon – ungeniert, mittendrin im Geschehen. Spätestens dann ist klar: Der Musikklub startet in die neue Saison.

Auftakt beim Filmkunstfest: Musikklub startet ausnahmsweise am Montag

Eine Besonderheit markiert gleich der Start: Das erste Konzert findet am Montag, 4. Mai, statt – als Auftakt im Rahmen des Filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Bühne stehen die Rostocker Band „Majkind“ sowie die Band „Lón“ aus Island – passend zum diesjährigen Gastland. Bereits ab 17 Uhr beginnt ein ungewöhnliches Rahmenprogramm: Ein Strickmarathon soll den symbolischen Löwen aus dem Café Löwe im Island-Stil einkleiden. Initiiert wird die Aktion von Luise Gronostay, die auch regelmäßig das Strick-Kino im Filmapalast Capitol organisiert. Eine Idee, die den Musikklub einmal mehr als offenen Begegnungsort zeigt – irgendwo zwischen Konzert, Kunstaktion und Sommerabend. Ab dem 12. Mai gilt dann wieder der gewohnte Rhythmus: immer dienstags, immer um 19 Uhr, immer am Markt.

Neuer Verein: Strukturwandel hinter den Kulissen

Die beliebte Konzertreihe geht 2026 in ihre fünfte Saison – doch organisatorisch beginnt ein neues Kapitel. Erstmals übernimmt der Verein „Schwerin mittendrin“ die komplette Durchführung. Hinter der Gründung stehen Martin Neuhaus und David Kramer, die den Musikklub damit auf eigene Beine stellen. Zuvor war die Musikschule Ataraxia eng eingebunden, zieht sich nun aber auf ihr Kerngeschäft zurück. Für die Veranstalter bedeutet das mehr Verantwortung – aber auch mehr Gestaltungsspielraum. Geplant sind 22 Konzerte von Mai bis September. Der Fokus bleibt auf regionalen Bands, ergänzt durch ausgewählte überregionale Acts. Neu ist zudem eine monatliche Programmvorschau in den sozialen Medien, die mehr Orientierung bieten soll.

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Neues Team bringt frische Impulse

Neben Neuhaus und Kramer wächst das Team weiter: Lehrerin und Künstlerin Inga Köttke und Musiker Raphael Käding verstärken die Organisation. Die Idee dahinter ist klar – die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen und gleichzeitig neue kreative Ansätze einbringen. Gerade bei der Bandauswahl zeigt sich das: Neben bekannten Namen bekommen gezielt junge Künstler eine Bühne. Der Musikklub bleibt damit bewusst ein Ort für musikalische Vielfalt – kein reines Partyformat, sondern eine Mischung aus Entdeckung und Begegnung. Auch digital entwickelt sich die Reihe weiter: neue Website, stärkerer Social-Media-Auftritt und ein eigener YouTube-Kanal machen das Format sichtbarer – auch über die Stadt hinaus.

Sicherheitskonzept: Mehr Struktur für wachsende Besucherzahlen

Mit bis zu 800 Besuchern pro Abend – und deutlich mehr an Spitzentagen – steigen die Anforderungen an Organisation und Sicherheit. Erstmals gilt ein erweitertes Sicherheitskonzept: Poller sichern Zufahrten, Straßen rund um den Markt werden während der Veranstaltungen gesperrt. Zusätzlich stehen mehr Mülltonnen bereit, und öffentliche Toiletten bleiben länger geöffnet. Ein Team aus Ordnern ist vor Ort ansprechbar, dazu kommen klare Durchsagen zu Rettungswegen und Verhalten auf dem Platz. Trotz dieser Maßnahmen bleibt das Grundprinzip bestehen: Der Musikklub ist und bleibt ein offenes, frei zugängliches Format.

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