Unter dem Motto „Man muss kein Künstler sein, um künstlerisch aktiv zu sein. Man muss nur kreativ sein“ eröffnete Pastor Dirk Sauermann die Vernissage der Ausstellung „Sternberg kreativ“ in der Winterkirche der Stadtkirche Sankt Maria und Sankt Nikolaus. Die Ausstellung vereint 31 Hobbykünstler aus der Region und präsentiert über 100 Werke an zwei Orten: der Winterkirche und dem Sternberger Heimatmuseum.
Vielseitige Exponate begeistern
Kuratorin Christine Jörss-Munzlinger vom Freundeskreis KuK (Kunst und Kirche Sternberg) hob in ihrer Begrüßungsrede die Vielfalt der Exponate hervor: „31 Frauen und Männer aus Sternberg und Umgebung haben wir gewonnen und über 100 kreative Arbeiten zusammengetragen. So vielfältig wie die Menschen selbst, sind auch ihre Arbeiten: Malerei, Fotografie, Skulptur, Keramik, Textilkunst – jeder Beitrag erzählt eine eigene Geschichte und doch entsteht ein gemeinsames Bild einer lebendigen, schöpferischen Gemeinschaft.“
Persönliche Geschichten der Künstler
Ursula Günzel (77) aus Sternberg zeigt Filzstiftarbeiten, Glasmalerei und Scherenschnitte. Sie erzählt: „In meiner Schulzeit zeichnete ich gern, und Lehrer und Freunde behielten oft meine Arbeiten. Keine Zeichnung kam je mit nach Hause.“ Brigitte Bahnemann (71), gebürtige Berlinerin, lebte 20 Jahre in Bayern und leitete am Tegernsee einen Malkurs. Ihr Talent erbte sie von ihrem Großvater, der Maler war. Elke Schwarz (74) aus Brüel liebt die Natur, die in ihren Bildern wiederkehrt; ihren Stil prägte ein Volkshochschulkurs. Katrin Brandt (60) aus Schlemmin bezeichnet sich nicht als Künstlerin: Ihre Werke entstehen aus Bastelwünschen ihrer sechs Enkelkinder, experimentell mit Papier, Stoff, Holz und Naturmaterialien. Rose-Marie Tscherch (71) aus Karcheez zeigt Collagen auf Fotobasis.
Harlekin als Plakatmotiv
Im Heimatmuseum eröffnete Bürgermeisterin Kathrin Haese den zweiten Teil. Titelbildgeberin Hella Sternberg (76) aus Nutteln malt seit 10 bis 12 Jahren; ihr Harlekin ziert das Plakat. Ihre Laufenten- und Kranichmotive begeistern. Regine Froberg (77) malt realistisch: Sie zeigt einen Pferdekopfausschnitt („Ein Augenblick“), einen Galopp und ein Doppelporträt ihrer Enkelin mit Katze, bei dem sie die Augenfarben vertauschte. Ulrike von Laar (69) aus Klein Görnow präsentiert einen Ausschnitt ihres Schaffens mit beeindruckenden Miniaturen.
Besuchsinformationen
Die Ausstellung ist bis zum 4. Juli 2026 geöffnet: Winterkirche montags bis freitags 10–12 und 14–16 Uhr, samstags 13–16 Uhr; Heimatmuseum donnerstags bis montags 13–16 Uhr.



