Sarah Engels über ESC-Prognose: Keine Angst vor Null Punkten
Sarah Engels: Keine Angst vor ESC-Desaster

Am 16. Mai 2026 wird Sarah Engels Deutschland beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten. Im Gespräch mit der AZ spricht die 33-jährige Sängerin offen über ihren Song „Fire“, kritische Stimmen aus den eigenen Reihen und die aktuellen Prognosen der Buchmacher. Sie verrät, ob sie ein Punkte-Desaster fürchtet.

Sarah Engels über ihre ESC-Teilnahme

Seit dem nationalen Vorentscheid am 28. Februar steht fest, dass Sarah Engels für Deutschland in Wien antreten wird. „Ehrlich gesagt fühlt es sich immer noch ein bisschen surreal an“, gesteht sie der AZ. „Ich glaube, so richtig realisiert habe ich es noch gar nicht, weil seit dem Vorentscheid so viel passiert ist und alles so schnell geht.“

In den vergangenen Jahren bekamen deutsche Beiträge oft Gegenwind aus den eigenen Reihen. „Ich nehme schon wahr, dass es in Deutschland oft eine sehr kritische Haltung gegenüber den eigenen Beiträgen gibt“, erklärt Sarah Engels. „Aber gleichzeitig erlebe ich gerade auch unglaublich viel Unterstützung und positives Feedback – insbesondere aus anderen Ländern – und das bedeutet mir wirklich viel.“

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Vergleiche mit Shakira und Eleni Foureira

Sarah Engels’ feurige Performance beim Vorentscheid zog Vergleiche mit Shakira und Eleni Foureira nach sich, die 2018 mit „Fuego“ für Zypern den zweiten Platz belegte. „Vergleiche gehören in der Musik einfach dazu, und ich finde es auch spannend, zu sehen, woran Menschen dabei denken“, sagt sie gelassen. „Gleichzeitig ist es mir aber wichtig, meinen eigenen Stil zu zeigen und meinen ganz persönlichen Weg zu gehen. ‚Fire‘ ist für mich sehr ehrlich und kommt aus meiner eigenen Geschichte. Genau darauf lege ich auch in der Performance den Fokus – auf Authentizität und darauf, einen eigenen, wiedererkennbaren Moment zu schaffen.“

Prognosen der Buchmacher: 23. Platz und weniger als ein Prozent Siegchance

Laut aktuellen Wettquoten liegt Sarah Engels mit „Fire“ auf dem 23. Platz von 35 Teilnehmerländern – mit einer Siegchance von weniger als einem Prozent (Stand: 29. April). „Natürlich macht man sich Gedanken – das gehört einfach dazu, vor allem bei so einer großen Bühne wie dem Eurovision Song Contest“, gesteht die Sängerin. „Aber ich bekomme das natürlich am Rande mit, aber ich verfolge es nicht aktiv. Ich versuche ganz bewusst, das nicht als Angst zu sehen oder mich davon leiten zu lassen. Für mich steht im Vordergrund, eine starke, ehrliche Performance abzuliefern und wirklich alles auf der Bühne zu lassen. Und wenn ich mit meinem Song auch nur eine Frau erreiche, die durch meine Message ihr eigenes Feuer wiederfindet, dann habe ich für mich schon gewonnen.“

Favorit: Finnland mit Geigen-Song

Als ESC-Favorit 2026 gilt Finnland mit dem Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen. Buchmacher rechnen zu 30 Prozent mit einem Sieg des Liedes „Liekinheitin“ („Flammenwerfer“), bei dem Parkkonen singt und Lampenius durchgehend Geige spielt.

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