„Bares für Rares“ ist seit Jahren eine feste Größe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter präsentiert regelmäßig skurrile, faszinierende und manchmal fragwürdige Raritäten. Die heutige Ausgabe vom 27. April 2026 bietet wieder viele denkwürdige Fundstücke mit spannenden Geschichten. Wir stellen das Highlight der Folge vor und zeigen weitere Raritäten, die versteigert werden.
Das Highlight der heutigen Folge
Julia aus Bad Schönborn bei Heidelberg brachte ein echtes Schmuck-Highlight zu Horst Lichter. Das Collier stammt aus den 1970er-Jahren und wurde von der renommierten Goldschmiedin Käthe Ruckenbrod gefertigt, die ihr Atelier in Heidelberg-Ziegelhausen hatte. Das Stück aus 750er-Gold wiegt rund 56 Gramm und ist mit 28 Aquamarin-Cabochons besetzt. Besonders auffällig ist die bewegliche, fast skulpturale Gestaltung: Harte Metallflächen treffen auf flexible Elemente. Diese künstlerische Handschrift macht das Collier so besonders.
Für Julia hatte das Schmuckstück nicht nur materiellen Wert. Sie erbte es von ihrer kurz zuvor verstorbenen Mutter. Auf dem Sterbebett legte diese ihr ans Herz, das Collier bei „Bares für Rares“ zu verkaufen. Mit dem Erlös möchte Julia einen Familienurlaub finanzieren.
Expertin Wendela Horz schätzte den Wert auf 4600 bis 5000 Euro. Im Händlerraum ging es schnell zur Sache: Die Gebote kletterten immer weiter nach oben. Am Ende bekam Händler Fabian Kahl den Zuschlag für starke 5200 Euro. Die besondere Rarität brachte somit mehr ein als erwartet und sorgte für einen emotionalen Moment – ein wahres Highlight.
Alle weiteren Raritäten vom 27. April 2026
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten und die Einschätzung des Expertenteams:
- Bronzene Wildschwein-Ablage: Michaela und Christian aus Hauzenberg präsentierten eine detailreich gestaltete Ablage in Form eines Wildschweins an einer Wasserstelle, gefertigt vermutlich um 1930 in Polen von den „Gebrüdern Korniluk“ aus Siedlce. Expertenschätzung: 100 bis 120 Euro.
- Versteckte Liebhaber-Brosche mit Foto: Margrit und Michael aus Kiel zeigten eine Medaillon-Brosche aus 585er Gold, die ein Foto eines jungen Soldaten aus den 1880er-Jahren enthält. Die Brosche trug ein emotionales Geheimnis der Familie über einen vermutlichen heimlichen Liebhaber. Expertenschätzung: 600 bis 700 Euro.
- Ölgemälde von August Geiger-Thuring: Eva und Alex aus Ammerndorf brachten ein Landschaftsgemälde des bekannten Münchner Malers aus ca. 1890 mit, das eine Regentagsstimmung in Leutasch/Tirol zeigt – allerdings mit starkem Restaurierungsbedarf. Expertenschätzung: 400 Euro für das Bild und 300 Euro für den Rahmen.
- Nadelspiel „Picco-Bello“ aus den 1950er Jahren: Teddy und Marina aus Niederfinow nahmen ein nostalgisches Nadelspiel mit Murmeln aus Holz mit, das typischerweise aus den späten 40er- bis frühen 50er-Jahren stammt. Expertenschätzung: 40 bis 50 Euro.
- Manueller Flipper aus den 1940/50er Jahren: Ein Paar aus den Niederlanden brachte einen alten Flipper ohne Herstellerangabe mit, der aus den 40er/50er Jahren stammt und als charmantes Sammlerstück gilt. Expertenschätzung: 150 Euro.
Ob und für wie viel Geld die Stücke über den Händlertresen gehen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ um 15:05 Uhr im ZDF.



