Große Kulleraugen, weiches Fell mit schwarz-lila Streifenmustern – der große Plüschkater sorgte bei Kindern und Erwachsenen für staunende Blicke. Zahlreiche Arbeitsstunden hatte das Furry in sein selbst genähtes Kostüm investiert. Kurze Zeit später war die Chile-Out-Area vor der Parchimer Stadthalle gefüllt mit Furrys aus Hamburg und Rostock.
Bücher, Comics und Cosplayer im Fokus
An zwei Tagen drehte sich in Parchim alles um Bücher, Comics, Lesungen, Workshops und Cosplayer. Die vielseitigen, bunten Kostüme zogen viele Blicke auf sich. „Es ist wirklich toll, dass wir so etwas hier in der Stadt haben“, sagte eine Parchimerin. „Die Leute haben so viel Spaß und die ganze Veranstaltung ist eine echte Bereicherung.“ Sie lobte die Kreativität der Teilnehmer.
Organisatoren ziehen positive Bilanz
Autorin Sabine Reifenstahl und ihr Partner Roland Dobler, der die Messe moderierte, zeigten sich zufrieden. „Auch wenn wir ungefähr so viele Besucher wie im Vorjahr hatten, ist die Veranstaltung sehr gut angekommen“, sagte Dobler. „So gut, dass sie auch im nächsten Jahr wieder stattfinden wird.“ Dann kehrt sie zum Eintagesformat der Premiere 2025 zurück. „Dieses Mal verteilten sich die Besucher auf zwei Tage“, bilanzierte Reifenstahl.
Überraschungen und Hip-Hop-Moves
Aussteller und Autoren verkauften Bücher, Zeichnungen und handgefertigte Dinge. In der Stadtbibliothek fanden Lesungen statt, die viele Neugierige anzogen. Iris Kannenberg las aus ihrem Jugendroman „Lost in Games“ über einen Schüler, dessen Realität durch ein Computerspiel verschwimmt. Atilla Aktas aus Berlin entführte die Gäste in eine U-Bahn-Fahrt und animierte sie mit Hip-Hop-Grundschritten zum Tanzen.
Fotomotive und Cosplay-Parade
Cosplayer erfüllten geduldig Fotowünsche. Besonders die Furrys waren beliebt. Parchims Stadtpräsidentin Ilka Rohr zeigte sich beeindruckt: „Die sehen alle toll aus, und wie viel Mühe in den Kostümen steckt, ist wirklich beeindruckend.“ Theater-Schauspieler Bastian Simon begeisterte mit seinem skurrilen Kostüm und nahm am Samstagabend am Craftmanship-Wettbewerb teil, wenn auch außer Konkurrenz.
Hunderte Stunden Arbeit in jedem Kostüm
Haru.Evi aus Hennigsdorf beeindruckte mit einem aufwendigen Clowns-Cosplay, in das rund 100 Stunden Arbeit flossen. Den ersten Platz sicherte sich eine Teilnehmerin mit dem Kostüm von „Dinah“ aus Starlight Express – inklusive Rollschuhlaufen. „Das ist ein ziemlich krasses Kostüm“, lobte ein BANS-Mitglied.
Nächste PaBuCo am 24. April 2027
Der Verein BANS veranstaltete eine Cosplay-Parade für selbst gebaute Kostüme. Rund 30 Teilnehmer zogen durch die Halle und posierten für ein Erinnerungsfoto. Viele wollen nächstes Jahr wiederkommen. Die nächste PaBuCo findet am 24. April statt.
Fremdwörter: Was sind Cosplayer oder Furrys?
„Cosplay“ kommt aus dem Englischen und bedeutet Kostümspiel. Cos ist die Abkürzung für Costume (Kostüm). Dabei wird ein Charakter aus Buch, Comic, Serie oder Spiel dargestellt. „Furry“ ist ein Sammelbegriff für eine Subkultur, die an anthropomorphen Tieren interessiert ist. „Fur“ bedeutet Fell. Furrys sind flauschige Wesen, die sich auf Messen treffen, identifizieren sich aber meist nicht als Tiere.



