ARD-Doku: Kebekus und Neubauer über Papst Leo XIV. – Weltgewissen?
ARD-Doku: Kebekus und Neubauer über Papst Leo XIV.

Ein Jahr nach seiner Wahl: Eine ARD-Dokumentation widmet sich Papst Leo XIV. und seiner Rolle als moralische Instanz. Die Entertainerin Carolin Kebekus und die Klimaaktivistin Luisa Neubauer kommen dabei zu Wort und teilen ihre Erwartungen und Hoffnungen.

Carolin Kebekus: Erwartungen an den Papst

Carolin Kebekus wünscht sich von Papst Leo XIV., dass die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche konsequent aufgearbeitet werden. „Zumindest den Willen solle man zeigen, die Archive zu öffnen“, betont die Entertainerin. „Das ist gelebte Nächstenliebe, wir kümmern uns um das, was wir gemacht haben.“ Allerdings klingt sie wenig optimistisch: „Ich erwarte eigentlich gar nichts von ihm.“

Luisa Neubauer: Sehnsucht nach einem Weltgewissen

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer sieht eine Sehnsucht in der Bevölkerung nach einer moralischen Autorität. „Sie habe den Eindruck, die Menschen sehnten sich nach so etwas wie ein Weltgewissen“, sagt sie. Die Doku zeigt einen Papst, der US-Präsident Donald Trump die Stirn bietet und klare Positionen bezieht.

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Weitere Stimmen in der Doku

Neben Kebekus und Neubauer kommen unter anderem der Münchner Kardinal und Papstwähler Reinhard Marx, EU-Spitzenpolitiker Manfred Weber (CSU) und der frühere Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) zu Wort. Sie beleuchten Leos Wirken nach innen und außen.

Reformen oder Konservatismus?

Die Dokumentation geht der Frage nach, ob Papst Leo XIV. Interesse an Reformen hat oder die Konservativen hofiert. Aktuelle Debatten, wie die Segnung homosexueller Paare, werden gestreift. Der Kirchenhistoriker Massimo Faggioli weist auf eine neue Tech-Rechte hin, die christliche Sprache nutzt, aber auf Technologie wie KI setzt – während der Papst KI kritisch gegenübersteht.

Päpstin gefordert

Carolin Kebekus bringt einen provokativen Vorschlag ein: „Es bräuchte mal eine Päpstin.“ Nach aktuellem Kirchenrecht ist dies jedoch unmöglich. Luisa Neubauer betont, dass das Papstamt zwar überholt sei, aber der Papst sich engagieren müsse, um Legitimität zu schaffen.

Die Doku von Johannes Winkler, produziert vom Bayerischen Rundfunk, läuft am Sonntag, 3. Mai, um 13:15 Uhr in der ARD und ist bereits in der Mediathek verfügbar.

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