Deutsche Filmemacher im Rennen um die Goldene Palme in Cannes
Die deutschen Regisseurinnen Valeska Grisebach und Katharina Rivilis stehen im Hauptwettbewerb der 79. Filmfestspiele von Cannes, die vom 12. bis 23. Mai 2026 stattfinden. Festivaldirektor Thierry Frémaux gab die Teilnahme der beiden Filmemacherinnen bekannt, die sich gegen eine internationale Elite durchsetzen müssen.
Grisebachs neues Werk im Fokus
Valeska Grisebach tritt mit ihrem Film „Das geträumte Abenteuer“ an, der in der Grenzregion zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei spielt. Die Handlung folgt einer Frau, die einen fragwürdigen Deal eingeht, um einem alten Freund zu helfen. Grisebach ist in Cannes keine Unbekannte – bereits 2017 feierte sie mit „Western“ in der Reihe „Un Certain Regard“ Premiere und erhielt internationale Anerkennung.
Katharina Rivilis mit Roadmovie vertreten
In derselben Kategorie ist Katharina Rivilis mit ihrem Film „I'll Be Gone in June“ präsent. Es handelt sich um ein Roadmovie, das eine 16-jährige Protagonistin auf der Suche nach dem amerikanischen Traum begleitet. Dieser Beitrag unterstreicht die Vielfalt des deutschen Filmangebots auf internationalem Parkett.
Hochkarätige internationale Konkurrenz
Das Rennen um die begehrte Goldene Palme verspricht äußerst spannend zu werden, da zahlreiche renommierte Regisseure teilnehmen:
- Pedro Almodóvar mit „Bitter Christmas“
- Asghar Farhadi mit „Histoires parallèles“, gedreht in Paris
- Pawel Pawlikowski mit „Vaterland“ über den Kalten Krieg, in dem Sandra Hüller die Hauptrolle spielt
- Hirokazu Kore-eda mit „Sheep in the Box“ über ein Paar, das einen humanoiden Roboter wie ein Kind großzieht
- Die Österreicherin Marie Kreutzer
Die Liste der Hauptwettbewerbsfilme umfasst derzeit 21 Titel, wobei in den kommenden zwei Wochen weitere Beiträge bekanntgegeben werden sollen.
Volker Schlöndorff in Sonderreihe
In der Sonderreihe „Cannes Première“ ist der deutsche Regisseur Volker Schlöndorff mit seinem Film „Heimsuchung“ vertreten. Der Film erzählt die Geschichte eines Hauses an einem brandenburgischen See, das über verschiedene Epochen hinweg – von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus und die DDR bis in die Gegenwart – zum Schauplatz wechselnder Bewohner und ihrer politischen sowie persönlichen Umbrüche wird.
Weitere Highlights des Festivals
Abseits des Wettbewerbs sorgen weitere prominente Namen für Glanz an der Croisette:
- Hollywoodstar John Travolta gibt mit 72 Jahren sein Regiedebüt mit „Propeller One-Way Night Coach“, einem von seiner Flugleidenschaft inspirierten Projekt, das Ende Mai bei Apple TV+ erscheinen soll.
- Die mehrfach ausgezeichnete Barbra Streisand und „Herr der Ringe“-Regisseur Peter Jackson erhalten die Ehrenpalme für ihr Lebenswerk.
Jury unter Park Chan-wook
Der südkoreanische Regisseur Park Chan-wook übernimmt 2026 den Vorsitz der Jury. In Cannes wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet – 2004 erhielt er für „Oldboy“ den Großen Preis der Jury und 2009 folgte der Preis der Jury für „Durst“.
Die Filmfestspiele von Cannes versprechen auch in diesem Jahr ein internationales Highlight zu werden, bei dem deutsche Filmemacher eine bedeutende Rolle spielen werden.



