Zecken-Alarm in Deutschland: Todesfälle durch Borreliose und FSME steigen deutlich an
Zecken-Alarm: Todesfälle durch Borreliose und FSME steigen

Zecken-Alarm in Deutschland: Todesfälle durch Borreliose und FSME steigen deutlich an

Deutschland erlebt eine besorgniserregende Entwicklung im Bereich der durch Zecken übertragenen Krankheiten. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, starben im Jahr 2024 insgesamt 24 Menschen an den Folgen von Infektionen, die durch Zeckenstiche verursacht wurden. Im Vergleich zum Vorjahr, als 19 Todesfälle registriert wurden, bedeutet dies einen leisen, aber alarmierenden Anstieg.

Borreliose und FSME als Hauptgefahren

Besonders gefährlich sind dabei zwei Erkrankungen: Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME. Von den 24 Todesfällen entfielen 15 auf Borreliose, während neun Menschen an FSME verstarben. Letztere ist eine Virusinfektion, die Gehirn und Hirnhäute angreifen kann und damit lebensbedrohliche Komplikationen verursacht.

Massiver Anstieg der stationären Behandlungen

Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung in den Kliniken. Die Zahl der stationären Behandlungen wegen FSME ist massiv gestiegen. Knapp 850 Menschen mussten 2024 deshalb ins Krankenhaus, was deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von rund 490 Fällen liegt. Dieser Anstieg unterstreicht die wachsende Gefahr, die von Zecken ausgeht.

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Auch Borreliose bleibt ein ernstes Problem. Mehr als 4830 Menschen wurden 2024 deshalb stationär behandelt. Zwar liegt diese Zahl unter dem langjährigen Durchschnitt von 6270 Fällen pro Jahr, doch die Krankheit bleibt heimtückisch und kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen.

Schutzmaßnahmen sind entscheidend

Besonders kritisch ist, dass gegen Borreliose bis heute keine Impfung existiert. Der beste Schutz bleibt daher, Zeckenstiche konsequent zu vermeiden. Experten raten zu einfachen Vorsichtsmaßnahmen:

  • Tragen Sie lange Kleidung in hellen Farben, um Zecken leichter zu erkennen.
  • Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken, um Eintrittspunkte zu minimieren.
  • Meiden Sie hohes Gras, dichtes Gebüsch und Unterholz, wo Zecken bevorzugt lauern.
  • Führen Sie nach Aufenthalten im Freien eine gründliche Körperkontrolle durch.
  • Entfernen Sie festsitzende Zecken möglichst schnell, um das Infektionsrisiko zu verringern.

Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, da Zecken mit steigenden Temperaturen wieder aktiver werden und ein Stich innerhalb kurzer Zeit gefährliche Krankheiten übertragen kann. Die aktuelle Statistik zeigt, dass die tödliche Gefahr durch Zecken in Deutschland zunimmt und erhöhte Wachsamkeit erfordert.

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