Bundesliga-Profi Eren Dinkçi: Freundin kämpft gegen Leukämie – So retten Stammzellenspenden Leben
Leukämie: Bundesliga-Profi bangt um Freundin – Stammzellenspende erklärt

Bundesliga-Profi Eren Dinkçi: Freundin Cinja kämpft gegen Leukämie

Die schockierende Diagnose trifft die Fußballwelt und viele Menschen darüber hinaus: Cinja, die Partnerin von Bundesliga-Profi Eren Dinkçi (24), leidet an Leukämie. Der aktuelle Klub des Spielers, der FC Heidenheim, sowie sein Stammverein SC Freiburg machten die Erkrankung Ende Januar öffentlich und starteten gleichzeitig einen dringenden Aufruf zur Stammzellenspende. Denn eine passende Spende kann im Kampf gegen Blutkrebs lebensrettend sein.

Registrierung für Stammzellenspende: Einfach und schnell

Wer helfen möchte, kann sich zunächst registrieren lassen – beispielsweise bei speziellen Aktionen wie jener, die aktuell vom SC Freiburg, FC Heidenheim und der DKMS organisiert wird. Der Prozess ist denkbar einfach: Drei Wangenabstriche genügen, um die Gewebemerkmale zu bestimmen. Die Registrierung ist kostenlos, unkompliziert und vollkommen schmerzfrei. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich ein Testset nach Hause bestellen zu lassen. Stimmen die Gewebemerkmale eines Spenders mit denen eines erkrankten Patienten überein – was weltweit selten vorkommt – beginnt der eigentliche Spendenprozess.

Ablauf der Stammzellenspende: Meist über das Blut

In etwa 90 Prozent aller Fälle erfolgt die Stammzellenspende über das periphere Blut. Vier bis fünf Tage vor der eigentlichen Entnahme erhält der Spender, der zwischen 17 und 55 Jahre alt sein muss, ein spezielles Medikament. Dieses fördert die Ausschwemmung der blutbildenden Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut. Am Spendetag selbst verbringt der Spender mehrere Stunden auf einer Liege, ähnlich wie bei einer längeren Blutspende. Über einen Arm wird Blut entnommen, eine spezielle Maschine filtert die wertvollen Stammzellen heraus, und das restliche Blut fließt über den anderen Arm zurück in den Körper. Dieser Vorgang dauert in der Regel drei bis fünf Stunden.

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Alternative Methode: Entnahme aus dem Beckenknochen

In bestimmten Fällen, insbesondere wenn Kinder betroffen sind, entnehmen Ärzte die Stammzellen direkt aus dem Beckenknochen. Dieser Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und nimmt etwa eine Stunde in Anspruch. Anschließend bleibt der Spender zur Beobachtung in der Klinik. Das entnommene Knochenmark regeneriert sich innerhalb weniger Wochen vollständig, sodass keine dauerhaften Schäden zurückbleiben.

Transport und Transplantation: Ein Wettlauf gegen die Zeit

Nach der Entnahme übernimmt ein medizinischer Kurier den raschen Transport der Stammzellen. Er begleitet die speziellen Kühlboxen persönlich vom Entnahmezentrum bis in die Transplantationsklinik – notfalls auch über weite Strecken per Auto oder Flugzeug. Die Übertragung der Stammzellen an den Patienten erfolgt meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Entnahme. Die Transplantation selbst ähnelt einer herkömmlichen Bluttransfusion: Der Patient erhält die Stammzellen über die Vene. Zuvor wurde sein krankes Knochenmark durch eine starke Chemotherapie, manchmal ergänzt durch Bestrahlung, zerstört, um Platz für die neuen, gesunden Zellen zu schaffen. Diese wandern ins Knochenmark und beginnen dort mit dem Aufbau eines neuen, gesunden Blutsystems.

Kontakt zwischen Spender und Empfänger: Unterschiedliche Regelungen

Viele Spender fragen sich, ob sie erfahren werden, wem sie geholfen haben. Ob und wann sich Spender und Empfänger kennenlernen dürfen, hängt von den gesetzlichen Bestimmungen der beteiligten Länder ab. In vielen Staaten ist ein Treffen nach einer festgelegten Wartezeit möglich. Oftmals sind zumindest anonyme Briefkontakte erlaubt. In einigen Ländern bleibt die Spende jedoch dauerhaft anonym, um die Privatsphäre beider Seiten zu schützen.

Die Geschichte von Cinja und Eren Dinkçi zeigt eindrücklich, wie wichtig Stammzellenspenden sind. Jede Registrierung erhöht die Chance, Leben zu retten – nicht nur im Profifußball, sondern weltweit.

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