Krebs besiegt: John Müller radelt zum Taj Mahal – Station in Wittenberg
Krebs besiegt: Radtour zum Taj Mahal startet in Wittenberg

Wittenberg/MZ. – Die Diagnose traf John Müller wie ein Schlag: Ewing-Sarkom, eine äußerst aggressive und seltene Krebsform. Der damals 22-Jährige, sportlich und gesundheitsbewusst, erhielt die niederschmetternde Nachricht im Herbst 2022. Beim Wandern in Schweden verspürte er plötzlich starke Schmerzen an den Rippen. Der Tumor wurde in der Klinik schnell entdeckt. Es folgten 14 Chemotherapie-Zyklen, die den jungen Mann an seine Grenzen brachten. Doch John Müller gab nicht auf. Er schwor sich: „Wenn ich das überlebe, möchte ich der Welt etwas zurückgeben.“

Von Wittenberg zum Taj Mahal

Jetzt, mit 25 Jahren, macht er diesen Schwur wahr. Am 8. Mai startet John Müller eine außergewöhnliche Fahrradtour, die ihn von Wittenberg bis zum Taj Mahal in Indien führen soll. Die erste Station seiner Reise ist dabei die Lutherstadt Wittenberg. Die Strecke ist mehrere tausend Kilometer lang und führt durch mehrere Länder. Müller möchte mit seiner Aktion zeigen, dass Krebs nicht das Ende bedeuten muss. „Der Wille zählt“, sagt er. „Ich will anderen Betroffenen Mut machen und gleichzeitig auf die Erkrankung aufmerksam machen.“

Eine Botschaft der Hoffnung

Seine Geschichte hat bereits viele Menschen berührt. In den sozialen Medien verfolgen zahlreiche Nutzer seine Vorbereitungen. Müller trainiert täglich, um für die Strapazen der langen Reise gewappnet zu sein. Sein Ziel ist es, nicht nur das berühmte Mausoleum in Indien zu erreichen, sondern auch Spenden für die Krebsforschung zu sammeln. „Jeder Kilometer ist ein Zeichen dafür, dass das Leben weitergeht“, betont er. In Wittenberg wird er am 8. Mai offiziell verabschiedet. Die Stadt zeigt sich geehrt, Teil dieser inspirierenden Reise zu sein.

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John Müller ist überzeugt: „Wenn ich diese Tortur überstanden habe, dann schaffe ich auch diese Radtour.“ Sein Optimismus und seine Entschlossenheit sind ansteckend. Die Reise wird voraussichtlich mehrere Monate dauern. Unterwegs will er regelmäßig über seine Erlebnisse berichten und so ein Netzwerk der Unterstützung knüpfen. Für alle, die ihn begleiten möchten, bietet er auf seiner Webseite die Möglichkeit, virtuell mitzufahren. Sein Motto: „Nicht aufgeben, weiterradeln – für das Leben.“

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