Nach monatelangem Tarifstreit haben sich die Gewerkschaft Verdi und die kommunalen Nahverkehrsbetriebe in Sachsen-Anhalt auf ein Tarifergebnis geeinigt. Der Kommunale Arbeitgeberverband Sachsen-Anhalt (KAV) teilte mit, dass die Einigung Verbesserungen der Arbeitsbedingungen vorsieht, darunter optimierte Ruhezeiten, kürzere Dienstschichten und einen erweiterten Freizeitausgleich. Zudem wurden die Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit erhöht.
Kernforderung gescheitert
Allerdings konnte Verdi ihre zentrale Forderung nach Einführung einer 35-Stunden-Woche nicht durchsetzen. Der KAV betonte, der erzielte Kompromiss liege für die Unternehmen „an der Grenze des betriebswirtschaftlich Vertretbaren“. Der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr hatte sich seit Jahresbeginn hingezogen.
Weitere Verhandlungen im Regionalverkehr
Parallel dazu laufen noch Verhandlungen über den Tarifvertrag im regionalen Nahverkehr. Ein Warnstreik am Mittwoch führte in Teilen Sachsen-Anhalts zu Ausfällen und Verspätungen. Die Gespräche sollen am 4. und 5. Mai fortgesetzt werden. Die aktuellen Einigungen gelten als Schritt zur Entlastung der Beschäftigten, doch die Gewerkschaft kündigte an, weiterhin für die Arbeitszeitverkürzung zu kämpfen.



