Die Diskussionen über die Benzin- und Dieselpreise nerven langsam, doch wir haben jeden Tag damit zu tun und sind fast alle betroffen. Früher habe ich Menschen, die in der Nähe zur polnischen Grenze leben, nicht unbedingt beneidet. Als Autofahrer tue ich das inzwischen, zumal ich im eigenen Portemonnaie erfahren habe, was in Polen beim Tanken möglich ist. Was ich jedoch überhaupt nicht verstehen kann, warum wir in Westmecklenburg wieder nach Strich und Faden ausgenutzt werden, wenn es ums Tanken geht. Im Fernsehen habe ich gesehen, dass es in Deutschland nach der Einführung des Rabatts Tankstellen gab, die den Sprit wenigstens kurzfristig unter zwei Euro den Liter angeboten haben.
Mecklenburg ist wieder einmal besonders teuer
Und bei uns? Da kommen wir nicht mal in die Nähe dessen. Kann mir jemand erklären, wer bei den Mineralölkonzernen beschlossen hat, dass Mecklenburg-Vorpommern noch einmal besonders teuer zu sein hat? Oder wer legt fest, dass die Hagenower Region besonders heftig zur Kasse gebeten wird, während Schwerin oder auch Ludwigslust meist bessere Preise zu bieten haben? Es herrscht wirklich die reine Willkür, kein Wunder, dass der Frust steigt. Ohne festgelegte Höchstpreise und weitere Steuersenkungen wird es nicht gehen. Das lähmende Gift der hohen Preise bekommen wir als Flächenland dann als Erstes zu spüren. Zumindest darauf können wir uns verlassen.
Der Dieselpreis ist nur wenig gefallen, und in anderen Bundesländern ist er preiswerter. In der Region Hagenow liegen die Preise spürbar höher als etwa in Schwerin. Warum ist das so? Die Mineralölkonzerne scheinen willkürlich zu entscheiden, wo sie die Preise hochtreiben. Für Autofahrer in Westmecklenburg bedeutet das eine zusätzliche finanzielle Belastung. Viele fragen sich, ob es nicht endlich eine Regelung geben sollte, die solche Ungerechtigkeiten verhindert. Die Politik ist gefordert, hier für mehr Transparenz und Fairness zu sorgen.



