Rennrad-Raser in Tempo-30-Zone geblitzt: Mit 59 km/h durch Schulbereich
Während bei der Tour de France Spitzensportler mit beeindruckenden Durchschnittsgeschwindigkeiten von etwa 42 km/h um den Sieg kämpfen, hat sich offenbar ein Radfahrer in Nordrhein-Westfalen von diesen Höchstleistungen inspirieren lassen – allerdings an völlig ungeeigneter Stelle. Am Mittwoch dieser Woche raste ein Mann auf seinem Rennrad mit 59 km/h durch eine Tempo-30-Zone und wurde dabei von einem mobilen Blitzer der Polizei erfasst.
Gefährliche Raserei im Schulbereich
Der Vorfall ereignete sich auf der Wiblingwerder Straße in Nachrodt-Wiblingwerde im Märkischen Kreis, direkt in Höhe der Lenneschule. Ein Polizeisprecher betonte die besondere Gefährdungslage: „In diesem Bereich liegen die Lenneschule, eine Sporthalle und ein Schwimmbad. Dort muss jederzeit damit gerechnet werden, dass Fußgänger auf die Straße treten.“ Besonders Kinder könnten nicht damit rechnen, dass Fahrräder mit solch hohen Geschwindigkeiten unterwegs seien.
Die Polizei stellt klar: Tempolimits gelten uneingeschränkt auch für Radfahrer – egal ob es sich um Rennräder, Pedelecs oder gemütliche Tourenräder handelt. Wer in einer Tempo-30-Zone in den Racer-Modus schaltet, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern vor allem andere Verkehrsteilnehmer.
Platz zwei auf der Raser-Liste
Mit seiner Geschwindigkeitsüberschreitung landete der Rennradfahrer auf Platz zwei der wöchentlichen Raser-Liste im Märkischen Kreis. Die Polizei nutzt den Vorfall für einen eindringlichen Appell an alle Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie immer der Verkehrssituation angemessen, vorausschauend und vorsichtig – nicht nur vor der Schule in Nachrodt.“
Interessanterweise konnte der Rennrad-Raser trotz der eindeutigen Messung nicht gestellt werden. Daher erwartet ihn bislang auch kein Bußgeldverfahren. Dennoch unterstreicht der Fall die Notwendigkeit erhöhter Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, insbesondere in sensiblen Bereichen wie Schulzonen.
Die Polizei betont, dass solche Geschwindigkeiten im städtischen Bereich absolut unangemessen sind und zu schweren Unfällen führen können. Vor allem in Bereichen mit vielen Fußgängern und Kindern sei besondere Rücksichtnahme geboten.



