Schwerer Lkw-Unfall in Steinmocker: Fahrzeug mit 25.000 Liter Gülle kippt in Straßengraben
Ein spektakulärer Verkehrsunfall hat sich am Mittwochnachmittag in Steinmocker bei Neetzow ereignet. Eine 20-jährige Lkw-Fahrerin kam aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße ab und kippte mit ihrem schwer beladenen Gefährt samt Gülle-Anhänger in den Straßengraben. Das Fahrzeug befand sich kurz hinter der Kurve nach Neetzow, als der Unfall passierte.
Rettungseinsatz mit Hubschrauber und Notarzt
Die Feuerwehren aus Neetzow und Kriene wurden umgehend zum Unfallort gerufen, da zunächst von einer eingeklemmten Person ausgegangen wurde. Dieses Szenario bestätigte sich glücklicherweise nicht. Dennoch erlitt die junge Fahrerin leichte Verletzungen. Um schnell ärztliche Hilfe zu gewährleisten, wurde der Rettungshubschrauber Christoph 47 aus Greifswald angefordert, der einen Notarzt zum Einsatzort brachte.
Nach der Erstversorgung wurde die Verletzte mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Die Polizei bestätigte, dass die Fahrerin nur leichte Verletzungen davontrug, der Einsatz des Rettungshubschraubers jedoch als Vorsichtsmaßnahme notwendig war.
Komplexe Bergungsarbeiten mit schwerer Spezialtechnik
Nach der Rettung der Fahrerin begann die anspruchsvolle Bergung des Fahrzeugs. Der voll beladene Anhänger mit 25.000 Liter Gülle blieb dabei erstaunlicherweise unbeschadet. Die Flüssigkeit konnte fachgerecht abgepumpt werden, was eine zusätzliche Umweltbelastung verhinderte.
Für die Aufrichtung des gesamten Gespanns musste schwere Spezialtechnik aus dem Raum Stralsund angefordert werden. Zum Einsatz kamen:
- Ein Spezialfahrzeug für schwierige Bergungen
- Ein leistungsstarker Schwerlastkran
- Erfahrene Bergungsspezialisten
Die Bergungsarbeiten gestalteten sich aufgrund der unwegsamen Geländeverhältnisse und des Gewichts des Fahrzeugs besonders schwierig. Nur mit dieser speziellen Ausrüstung konnte das Fahrzeug sicher geborgen werden.
Ursachenermittlung und Verkehrsbehinderungen
Die genaue Unfallursache ist noch nicht geklärt und wird von der Polizei weiter untersucht. Mögliche Faktoren wie:
- Straßenzustand in der Kurve
- Fahrzeugtechnische Probleme
- Menschliches Versagen
werden dabei berücksichtigt. Der Unfall führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Region, da die Bergungsarbeiten mehrere Stunden in Anspruch nahmen und die Straße teilweise gesperrt werden musste.
Die erfolgreiche Bergung ohne größere Umweltschäden oder weitere Verletzte wird von den Einsatzkräften als großer Erfolg gewertet. Dennoch unterstreicht der Vorfall die Risiken beim Transport großer Flüssigkeitsmengen auf Landstraßen.



