Peking - Zum Beginn der Hochwassersaison in China haben schwere Regenfälle in der südchinesischen Region Guangxi Straßen und Wohngebiete überflutet. Besonders betroffen war die Stadt Qinzhou, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Dort standen mehrere Straßenzüge unter Wasser. Autos wurden überflutet, Bewohner mussten aus betroffenen Häusern und von überfluteten Straßen in Sicherheit gebracht werden.
Viel Regen in den Sommermonaten
Rettungskräfte brachten nach Berichten chinesischer Staatsmedien über 200 Menschen in Sicherheit. In Teilen Qinzhous fielen demnach innerhalb kurzer Zeit extreme Regenmengen. In einzelnen Stadtgebieten stand das Wasser hüfthoch, auf Hauptstraßen mehr als einen Meter. Berichte über Todesopfer lagen zunächst nicht vor.
China befindet sich seit Anfang April offiziell in der Hochwassersaison. In Südchina dauert diese gewöhnlich von April bis Oktober. Besonders kritisch sind vielerorts die Sommermonate, wenn Monsunregen, Taifune und bereits gesättigte Böden das Risiko von Überschwemmungen, Erdrutschen und Sturzfluten erhöhen.
Die Überschwemmungen in Guangxi sind ein alarmierender Auftakt für die diesjährige Flutsaison. Meteorologen warnen vor weiteren extremen Niederschlägen in den kommenden Wochen. Die Behörden haben bereits Notfallmaßnahmen eingeleitet und die Bevölkerung in gefährdeten Gebieten aufgefordert, wachsam zu sein. Einsatzteams sind mit Schlauchbooten und schwerem Gerät im Einsatz, um eingeschlossene Menschen zu retten und die Infrastruktur zu sichern.
In den betroffenen Stadtteilen Qinzhous ist das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen gekommen. Schulen und Geschäfte bleiben geschlossen, der Verkehr ist stark beeinträchtigt. Die Evakuierungszentren sind eingerichtet, um die obdachlos gewordenen Bewohner zu versorgen. Die genaue Schadenshöhe ist noch nicht bekannt, aber erste Schätzungen gehen von erheblichen wirtschaftlichen Verlusten aus.



