Landkreis widerspricht Kritik des KKJR
Nach der Berichterstattung über die personelle Krise beim Kreis-Kinder- und Jugendring (KKJR) Mansfeld-Südharz hat sich der Landkreis zu Wort gemeldet. Der KKJR hatte zuvor die Überlastung seiner Mitarbeiter sowie fehlende Handlungsspielräume aufgrund der angespannten Haushaltslage beklagt. Die Kreisverwaltung weist nun den Eindruck zurück, eine sogenannte „Haushaltsbremse“ habe die Situation mitverursacht.
Der Landkreis betont, dass die finanzielle Ausstattung der Jugendarbeit nicht eingeschränkt sei. Vielmehr seien die Mittel im Haushalt für das laufende Jahr sogar leicht erhöht worden. Die Verantwortung für die Personalsituation liege beim KKJR selbst, so die Verwaltung. Man sei jedoch zu Gesprächen bereit, um gemeinsam Lösungen zu finden.
Hintergrund der Auseinandersetzung
Der KKJR organisiert unter anderem den Jugendkreistag und ist eine wichtige Anlaufstelle für junge Menschen in der Region. In den vergangenen Wochen hatten mehrere Mitarbeiter des Vereins öffentlich auf die angespannte Arbeitsbelastung hingewiesen. Sie kritisierten, dass trotz steigender Aufgaben die Personaldecke dünn bleibe. Der Landkreis hingegen sieht keine Veranlassung, zusätzliche finanzielle Mittel bereitzustellen.
Die Diskussion zeigt die unterschiedlichen Perspektiven von Träger und Finanzierer. Während der KKJR auf mehr Unterstützung hofft, pocht der Landkreis auf die Einhaltung des Haushaltsrahmens. Eine Einigung ist bislang nicht in Sicht, jedoch wurden weitere Gespräche angekündigt.



