Problembrunnen in Templin wird nach kurzer Lebensdauer abgebaut
Templin: Problembrunnen wird nach 15 Jahren abgebaut

Problembrunnen in Templin wird nach nur 15 Jahren abgebaut

Der Brunnen auf dem Kirchvorplatz von Templin, der seit seiner Errichtung im Jahr 2011 für Kontroversen sorgte, wird nun abgerissen. Die Fachbereichsleiterin für Bauverwaltung, Silke Gisder, gab im Bau-, Ordnungs- und Sicherheitsausschuss der Stadtverordnetenversammlung bekannt, dass der Fördermittelgeber grünes Licht für die Neugestaltung erteilt hat. Ohne diese Freigabe wäre die Fördermittelbindung erst 2037 abgelaufen, was den Rückbau erheblich verzögert hätte.

Bauschäden und Sicherheitsrisiken als Hauptgründe

Die Brunnenanlage war von Anfang an bei Stadtverordneten und Bürgern umstritten. Erhebliche Bauschäden, darunter defekte Platten des Unterbaus, führten dazu, dass die Fontänen aus Sicherheitsgründen bereits seit Längerem außer Betrieb sind. Die Wasserzufuhr funktionierte nicht einwandfrei, und Ablagerungen verfärbten die Granitplatten, was zu einer Rutschgefahr beitrug. Zudem war der Cortenstahl der Figuren ausgeblichen und hatte seine ursprüngliche rostrote Farbe verloren, die in Anlehnung an die Maria-Magdalenen-Kirche gedacht war.

Die Stadt kam zu dem Schluss, dass eine Neugestaltung sinnvoller ist als eine kostspielige Sanierung. Die Anlage stellte eine Unfallgefahr dar und entsprach nicht mehr den ästhetischen und funktionalen Anforderungen.

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Historischer Hintergrund und Finanzierung

In die 2012 eingeweihte Brunnenanlage wurden insgesamt 204.000 Euro investiert. Dank einer Städtebauförderung musste die Stadt nur 20 Prozent der Kosten selbst tragen, während Land und Bund jeweils die Hälfte des Restbetrags übernahmen. Die Gestaltung wurde in einem Wettbewerb im Jahr 2011 entschieden, bei dem fünf Künstler eingeladen waren. Die Jury wählte die Skulptur „Stadt-Badenden“ von Christian Uhlig aus, wobei als Basis zwei fünfeckige, in Granit eingefasste Wasserbecken vorgegeben waren, durch die ein Gehweg zur Kirche führt.

Zukünftige Pläne für den Standort

Silke Gisder erklärte, dass die Stadt nun zügig mit dem Rückbau und der Einebnung der Fläche beginnen wird. In einem zweiten Schritt sollen dann Planungen für eine neue Brunnenanlage in Angriff genommen werden. Die Skulpturen der „Stadt-Badenden“ werden einen anderen Platz in der Stadt erhalten, um ihr künstlerisches Erbe zu bewahren. Dieser Prozess markiert einen wichtigen Schritt in der Stadtentwicklung von Templin, der auf die Bedürfnisse der Bürger und die Sicherheitsanforderungen abzielt.

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