Schlagloch-Atlas Halle wächst: Erste Reparaturen nach Winterchaos
Der Winter hat in Halle deutliche Spuren hinterlassen. Nach den kalten Monaten präsentieren sich viele Straßen der Stadt als wahre Hindernisparcours. Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) dokumentiert gemeinsam mit ihren Lesern die zahlreichen Schlaglöcher in einem ständig wachsenden Atlas. Dieser zeigt nicht nur die Problemstellen, sondern verzeichnet nun auch erste Erfolge: Einige der gemeldeten Löcher wurden bereits beseitigt.
Gemeinsame Dokumentation von Straßenschäden
Seit Start der Aktion Mitte April haben sich zahlreiche Leser beteiligt und Schlaglöcher aus ihrem Wohnumfeld gemeldet. Die daraus entstandene interaktive Karte unterscheidet zwischen von der Redaktion entdeckten blauen Punkten, von Lesern gemeldeten roten Punkten und den grünen Punkten, die bereits reparierte Schlaglöcher kennzeichnen. Diese erste Aktualisierung zeigt: Die Teutschenthaler Straße ab der Kreuzung B80 in Richtung Zscherben wurde am Donnerstag, den 16. April, instand gesetzt.
Viele Meldungen aus allen Stadtteilen
Die Liste der gemeldeten Schlaglöcher ist lang und erstreckt sich über das gesamte Stadtgebiet. Besonders betroffen sind laut Lesermeldungen:
- Eugen-Schönherr-Straße in Ammendorf: Hier reiht sich Loch an Loch
- Nietlebener Straße und Straße Zur Schwimmhalle in Neustadt: Insgesamt zehn Schlaglöcher
- Posthornweg in Mötzlich: Eine Vielzahl von Schlaglöchern
- Seebener Straße zwischen Trothaer Straße und Mötzlicher Straße: Ein Leser zählte hier sogar 127 Schlaglöcher
Viele der gemeldeten Schlaglöcher werden als besonders tief und gefährlich beschrieben. Anwohner berichten von „kleinen Kratern“ und „tödlichen Fallen für Zweiradfahrer“. Teilweise versuchen Bewohner, die Löcher notdürftig mit Split zu füllen, da sie bereits seit längerer Zeit bestehen und erhebliche Schäden an Fahrzeugen verursachen.
Weitere Problemstellen im Stadtgebiet
Die Dokumentation zeigt, dass praktisch kein Stadtteil verschont bleibt. Weitere Brennpunkte sind:
- Die Fischer-von-Erlach-Straße mit Dutzenden Schlaglöchern zwischen Feuerbachstraße und Hegelstraße
- Das gesamte Thaerviertel, dessen Straßen als übersät mit tiefen Schlaglöchern beschrieben werden
- Die Willy-Dolgner-Straße in Mötzlich, die seit Jahren nur notdürftig geflickt wurde
- Die Cranachstraße in Frohe Zukunft mit mehreren großen Schlaglöchern
Besonders kritisch: Viele der gefährlichen Stellen sind nicht ausreichend gekennzeichnet. Leser bemängeln fehlende Warnschilder an tiefen Löchern, die eine ernsthafte Gefahr für den Verkehr darstellen.
Aktion geht weiter – Leser können mitmachen
Die MZ setzt ihre Dokumentation fort und ruft weiterhin zur Meldung von Schlaglöchern auf. Wichtig für eine genaue Erfassung sind der genaue Standort (möglichst mit Hausnummer) und eine Beschreibung des Schadens. Die Redaktion aktualisiert die Karte regelmäßig und verfolgt, wann gemeldete Schlaglöcher beseitigt werden.
Das Ziel ist eine umfassende Kartierung der Straßenschäden in Halle, die das Ausmaß der winterbedingten Beschädigungen im gesamten Stadtgebiet sichtbar macht. Der Wunsch aller Beteiligten: Dass die Karte bald nur noch grün leuchtet – als Zeichen dafür, dass alle Schäden behoben sind und die Straßen wieder sicher befahrbar sind.



