Streit um geplantes Rechenzentrum in Rothenschirmbach: Bürgerinitiative lädt zur Aufklärung ein
In der Gemeinde Rothenschirmbach entzündet sich eine kontroverse Debatte um die mögliche Errichtung eines großen Rechenzentrums. Die Bürgerinitiative „Pro Rothenschirmbach“ hat für Dienstag, den 14. April, um 19 Uhr eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Autobahnkirche angekündigt. Hintergrund sind Pläne für ein Rechenzentrum mit einer Leistung von bis zu 300 Megawatt im neuen Gewerbegebiet der Gemeinde.
Bürger fordern Transparenz und klare Informationen
Die Initiative sieht das Vorhaben äußerst kritisch und drängt auf umfassende Aufklärung. „Die Dimension von 300 Megawatt wirft viele Fragen auf, die bisher nicht ausreichend beantwortet wurden“, so ein Sprecher der Bürgerinitiative. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gruppe auf der Eisleber Wiese gegen die Rechenzentrumspläne protestiert, um auf mögliche negative Auswirkungen hinzuweisen.
Die Informationsveranstaltung soll allen interessierten Bürgern die Gelegenheit bieten, sich direkt über die technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte des Projekts zu informieren. Erwartet werden Diskussionen zu Themen wie:
- Energieverbrauch und Stromnetzbelastung durch das Rechenzentrum
- Auswirkungen auf die lokale Infrastruktur und Umwelt
- Mögliche Lärmemissionen und Kühlungsanforderungen
- Wirtschaftliche Chancen und Risiken für die Region
Historischer Protest und anhaltende Bedenken
Der Protest der Bürgerinitiative ist nicht neu. Schon 2025 demonstrierten Aktivisten auf der Eisleber Wiese gegen die Rechenzentrumspläne und machten damit auf ihre Sorgen aufmerksam. Die geplante Informationsveranstaltung knüpft an diese Bedenken an und soll eine Plattform für sachlichen Austausch bieten.
Die Autobahnkirche als Veranstaltungsort symbolisiert dabei die zentrale Lage und die Bedeutung des Themas für die gesamte Gemeinde. Die Organisatoren betonen, dass es ihnen nicht um pauschale Ablehnung geht, sondern um eine fundierte Diskussion auf Basis klarer Fakten.
Die Frage, ob im Gewerbegebiet von Rothenschirmbach tatsächlich ein Rechenzentrum dieser Größenordnung entstehen wird, bleibt vorerst offen. Die Bürgerinitiative hofft jedoch, mit ihrer Veranstaltung Transparenz zu schaffen und die Entscheidungsgrundlage für alle Beteiligten zu verbessern.



