Gegen Verwahrlosung und Mitgliederschwund: In diesen Kleingärten ist Arbeit garantiert. Warum sich trotzdem ein Blick auf Merseburgs freie Parzellen lohnt. Nach dem Corona-Boom in den Kleingartenanlagen wird nun der Leerstand von Parzellen vielfach zum Problem. In der Anlage „Erholung 1“ im Herzen Merseburgs versucht ein neuer Vorstand mit einem ganzen Ideen-Paket entgegenzuwirken.
Leerstand nach dem Boom
Wer in Merseburg die B91 entlangfährt, dem fallen mehrere gleichlautende Schilder an Kleingartenanlagen-Zäunen auf: „Gärten zu vergeben“. Die Nachfrage, die während der Pandemie enorm gestiegen war, ist merklich abgekühlt. Viele Parzellen stehen leer, und die Vereine suchen händeringend nach neuen Pächtern. Die Anlage „Erholung 1“ bildet hier keine Ausnahme. Doch der neue Vorstand hat sich entschlossen, aktiv zu werden.
Ein Ideen-Paket für die Zukunft
Der Vorstand setzt auf eine Mischung aus Modernisierung und traditionellen Werten. Geplant sind unter anderem Gemeinschaftsprojekte, die das Miteinander stärken sollen. Auch die Attraktivität der Anlage soll durch kleinere Investitionen gesteigert werden. „Wir wollen zeigen, dass Kleingärten mehr sind als nur ein Stück Land. Sie sind ein Ort der Erholung und der Gemeinschaft“, so ein Vorstandsmitglied.
Ein weiterer Ansatz ist die gezielte Ansprache junger Familien und Berufstätiger. Der Vorstand bietet flexible Pachtmodelle an und wirbt mit der Nähe zur Stadt. „Man muss nicht stundenlang anreisen, um seinen Garten zu pflegen. Das ist ein großer Vorteil“, betont der Sprecher.
Die Mühen scheinen sich auszuzahlen: Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet. Der Vorstand hofft, dass bis zum Sommer alle freien Parzellen wieder vergeben sind. Für die Zukunft plant die Anlage zudem regelmäßige Veranstaltungen, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Wer Interesse an einer Parzelle hat, kann sich direkt an den Vorstand der „Erholung 1“ wenden. Die Kontaktdaten finden sich am Aushang am Eingang der Anlage.



