Wittenburg erneuert Förderrichtlinie: Mehr Geld für Seniorenprojekte in Ortsteilen
Wittenburg: Mehr Fördergeld für Senioren in Ortsteilen

Wittenburg erneuert Förderrichtlinie für Seniorenaktivitäten

In einer jüngsten Sitzung hat die Stadtvertretung Wittenburg eine grundlegende Überarbeitung der Richtlinie zur Förderung von Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren beschlossen. Die Neufassung sieht eine deutliche Umverteilung der finanziellen Mittel zugunsten der ländlichen Ortsteile vor, während gleichzeitig Reserven für Aktivitäten im städtischen Kerngebiet erhalten bleiben.

Konkrete Förderbeträge für die Ortsteile

Für die Ortsteile Körchow, Lehsen, Perdöhl, Wölzow, Ziggelmark und Zühr stehen jeweils 200 Euro an Zuschüssen zur Verfügung. Der Ortsteil Helm erhält 100 Euro, während Klein Wolde mit 50 Euro bedacht wird. Zusätzlich werden 300 Euro, die ursprünglich für städtische Veranstaltungen vorgesehen waren, auf die Ortsteile aufgeteilt. Weitere 300 Euro bleiben explizit für Aktivitäten in der Stadt Wittenburg reserviert.

Hintergrund der Entscheidung

Mit dieser finanziellen Neuausrichtung wollen die Kommunalpolitiker das ehrenamtliche Engagement in den Ortsteilen gezielt unterstützen. Dort organisieren Freiwillige traditionell Weihnachts- oder Frühlingsfeiern, die älteren Bewohnern eine wohnortnahe Möglichkeit bieten, zusammenzukommen und Gemeinschaft zu erleben. Die Stadtvertreter betonten jedoch ausdrücklich, dass die Neufassung keine Abwertung der Seniorenarbeit im Stadtzentrum darstellt.

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Historische Entwicklung und aktuelle Bedarfe

In den vergangenen Jahren wurden die Fördermittel in der Stadt Wittenburg selbst kaum abgerufen. Dies liegt vermutlich daran, dass es hier mehr institutionell organisierte Veranstaltungen gibt – beispielsweise in der Seniorenbegegnungsstätte an der Großen Straße 60, durch kirchliche Träger oder durch die zahlreichen Vereine der Stadt. Seit der Einrichtung des Behinderten- und Seniorenbeirats der Stadt soll jedoch nicht die gesamte Fördersumme von 600 Euro in die Ortsteile fließen, sondern eine Reserve für Veranstaltungen im Stadtgebiet vorgehalten werden.

Demografischer Kontext und Antragsfrist

Aktuell leben in Wittenburg und seinen Ortsteilen rund 4000 Einwohner, die bis zum 31. Dezember 1966 geboren sind und damit im Jahr 2026 ihren 60. Geburtstag feiern. Anträge auf Zuschüsse für Veranstaltungen, die sich an Einwohner ab 60 Jahren richten, müssen bis zum 30. Mai eines Jahres schriftlich beim Amt Wittenburg, Sachgebiet Bürgerdienste und Soziales, eingereicht werden. Diese klare Frist soll die Planungssicherheit für alle Beteiligten erhöhen.

Die Diskussion in der Stadtvertretung zeigte, dass die Förderpolitik für Seniorinnen und Senioren in Wittenburg kontinuierlich an die sich wandelnden Bedürfnisse und Gegebenheiten angepasst wird. Die Balance zwischen der Unterstützung der Ortsteile und der Wahrung städtischer Angebote bleibt dabei eine zentrale Herausforderung für die lokale Politik.

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