Uckermark: Mann nach Notruf-Terror in Gewahrsam - Verschmutzte Zelle muss er bezahlen
Uckermark: Notruf-Terror führt zu Gewahrsam und Säuberungskosten

Notruf-Terror in der Uckermark: Mann nach Anrufserie in Gewahrsam

In der Uckermark hat ein Mann am Samstagabend durch wiederholten Missbrauch des Notrufs für erhebliche Unruhe gesorgt. Laut Polizeiangaben wählte der Uckermärker aus Schwedt mehrfach die Notrufnummer, obwohl überhaupt kein Notfall vorlag. Dabei blockierte er nicht nur die wichtigen Leitungen der Leitstelle, sondern beleidigte auch die dortigen Mitarbeiter in schwerwiegender Weise.

Erregter Zustand und sofortige Ingewahrsamnahme

Die örtlichen Ordnungshüter konnten den Anrufer kurz nach den Vorfällen in seiner Wohnung antreffen. Zwar lag kein akuter Notfall vor, doch befand sich der Mann in einem äußerst erregten und aufgebrachten Zustand. Aufgrund der Häufung der Notrufe und einer entsprechenden Vorgeschichte des Beschuldigten entschieden sich die Beamten, ihn umgehend in polizeilichen Gewahrsam zu nehmen.

Während seines Aufenthaltes in der Zelle verschmutzte der Uckermärker diese dann erheblich und mutwillig. Die entstandenen Sauberkeitsmängel sind so gravierend, dass er nun für die notwendige Reinigung zur Kasse gebeten wird. Parallel dazu läuft bereits ein Strafverfahren wegen des schwerwiegenden Notrufmissbrauchs, das ebenfalls mit empfindlichen Geldstrafen enden könnte.

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Bereits Vorfälle mit Notrufmissbrauch in der Region

Bereits zu Jahresbeginn hatte sich eine Frau aus Schwedt an der Oder durch ähnliches Verhalten mächtigen Ärger eingehandelt. Die 63-jährige Uckermärkerin wählte innerhalb weniger Stunden über 200 Mal den Notruf der Polizei und legte jedes Mal sofort wieder auf, sobald jemand den Hörer abnahm. Laut Polizei nutzte sie dafür mehrere Telefonapparate gleichzeitig.

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich die Frau in einer akuten Notlage befand, fuhren Einsatzkräfte zu ihrer Wohnadresse. Aus der Wohnung waren zwar Geräusche zu vernehmen, doch öffnete niemand die Tür. Unter der Annahme einer möglichen Gefahr für Leib und Leben erfolgte schließlich die Notöffnung der Tür durch die Feuerwehr.

Die ältere Dame zeigte sich darüber alles andere als erfreut und verweigerte jegliche Kooperation. Stattdessen ging sie die Helfer verbal scharf an. Die Beamten stellten daraufhin die Telefone der Frau sicher. Auch gegen sie wird aktuell wegen Notrufmissbrauch ermittelt.

Rechtliche Konsequenzen für Notrufmissbrauch

Notrufmissbrauch ist in Deutschland eine strafbare Handlung und wird mit Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder mit empfindlichen Geldstrafen geahndet. Vorsätzlich falsche Notrufe, die unnötige Einsätze von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdiensten auslösen, können zusätzlich hohe Schadensersatzforderungen in Höhe von mehreren tausend Euro nach sich ziehen.

Die aktuellen Vorfälle in der Uckermark unterstreichen einmal mehr, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit den Notrufnummern ist. Jeder Missbrauch bindet wertvolle Kapazitäten, die im Ernstfall für echte Notfälle dringend benötigt werden.

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