Pilotenstreik bei Lufthansa legt BER lahm: Zahlreiche Flüge gestrichen
Pilotenstreik bei Lufthansa legt BER lahm

Pilotenstreik bei Lufthansa legt Berliner Flughafen BER lahm

Am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER) müssen Reisende heute und morgen mit erheblichen Flugausfällen rechnen. Grund ist ein 48-stündiger Pilotenstreik bei der deutschen Lufthansa-Gruppe, der in der Nacht auf Montag begonnen hat und bis Dienstag andauert. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat zu Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa und mehreren Tochtergesellschaften aufgerufen.

Knapp 40 Flüge am BER gestrichen

Laut Fluginformationen auf der Internetseite des BER wurden bereits knapp 40 Starts und Landungen von Lufthansa und Eurowings gestrichen. Betroffen sind vor allem Verbindungen von und nach den Drehkreuzen Frankfurt und München, aber auch Flüge nach Köln/Bonn, Düsseldorf, Stuttgart oder Zürich. Der Streik betrifft die VC-Mitglieder bei der Deutschen Lufthansa AG, der Lufthansa Cargo AG, der Lufthansa Cityline GmbH sowie der Eurowings GmbH, wobei bei Eurowings nur am Montag gestreikt wird.

Umbuchungen und Bahnalternativen für Passagiere

Der Flughafen BER empfiehlt allen Reisenden dringend, sich vorab über den Status ihres Fluges zu informieren, beispielsweise auf der Website der Lufthansa. Das Unternehmen hatte angekündigt, betroffene Passagiere bis spätestens Sonntagvormittag, den 12. April, über Streichungen oder Umbuchungen zu benachrichtigen. Im Falle eines Ausfalls werden Fluggäste kostenlos und in der Regel automatisch auf einen anderen Flug umgebucht und per Handy informiert. Sollte kein Ersatzflug verfügbar sein, bietet Lufthansa an, das Flugticket in ein Zugticket der Deutschen Bahn umzuwandeln, um die Reise dennoch zu ermöglichen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Dritter Warnstreik im Tarifkonflikt

Hintergrund der aktuellen Arbeitsniederlegungen sind anhaltende Tarifkonflikte um die betriebliche Altersversorgung und die Vergütung bei der Regionaltochter Cityline. Es handelt sich bereits um den dritten Warnstreik der Cockpit-Beschäftigten bei Lufthansa in diesem Jahr, der sich speziell auf die betriebliche Altersvorsorge konzentriert. Die Lufthansa kritisierte die Streikankündigung der Spartengewerkschaft VC scharf und bezeichnete sie als eine völlig neue Stufe der Eskalation in den Verhandlungen. Die Situation unterstreicht die angespannte Lage im Luftverkehrssektor und die Herausforderungen für Reisende am wichtigen Verkehrsknotenpunkt BER.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration