Schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Tagesvater in Baden-Württemberg
Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg hat Anklage gegen einen ehemaligen Tagesvater erhoben, dem schwerste Verbrechen an Kindern vorgeworfen werden. Der Mann soll insgesamt 41 Fälle sexuellen Missbrauchs begangen haben und sitzt seit Oktober 2025 in Untersuchungshaft.
Opfer zwischen null und zwölf Jahren alt
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf einen Zeitraum, in dem der Beschuldigte als sogenannter Tagesvater arbeitete und Kinder in seinem eigenen Zuhause betreute. Laut Polizeiangaben waren in diesem Zeitraum etwa 40 Kinder in seiner Obhut. Bisher sind acht Opfer identifiziert worden, die zum Tatzeitpunkt zwischen null und zwölf Jahre alt waren.
Die Vorwürfe sind besonders schwerwiegend: Der Mann soll nicht nur Kinder sexuell missbraucht haben, sondern diese Taten auch gefilmt haben. In zwei konkreten Fällen nahm er angeblich Kinder bei sexuellen Handlungen untereinander auf. Zudem wird ihm vorgeworfen, entsprechende Gewaltdarstellungen an andere Personen weitergegeben zu haben.
Ermittlungen über Peer-to-Peer-Netzwerk
Die Aufklärung des Falls gelang durch eine Zusammenarbeit mit bayerischen Strafverfolgungsbehörden. Die Ermittler spürten den Mann im Rahmen von Untersuchungen in einem sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk auf – einer Tauschbörse für Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern.
Bei Durchsuchungen wurden bei dem Verdächtigen elektronische Geräte mit entsprechendem Material sichergestellt. Die Anklage umfasst unter anderem schweren Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen sowie die Herstellung von Abbildungen sexueller Gewalt an Kindern.
Seit seiner Festnahme im Oktober 2025 befindet sich der Beschuldigte in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an, während die Justizbehörden die umfangreichen Beweismittel auswerten.



