Polizei-Einsatz in Neubrandenburg: 20 Personen randalieren am Lindetal-Center
In der Neubrandenburger Oststadt kam es am Mittwochabend zu einem umfangreichen Polizei-Einsatz, der sich über mehrere Stunden hinzog. Rund 20 Personen sorgten für erhebliche Unruhe im Bereich des Lindetal-Centers und eines Supermarktes in der Ziolkowskistraße. Die Polizei musste schließlich mit Nachdruck durchgreifen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Randalierer auf Parkplatz und Eskalation der Lage
Die Gruppe begann zunächst auf einem Parkplatz zu randalieren und lautstark herumzuschreien, wie die Polizei mitteilte. Beamte konnten vor Ort einen 22-jährigen Deutschen als mutmaßlichen Rädelsführer identifizieren. Dieser ignorierte einen ausgesprochenen Platzverweis und setzte seine provokativen Handlungen fort. „Stattdessen beleidigte er die Polizisten, lief immer wieder von einem Ort zum anderen und wollte einige andere aus der Gruppe animieren, mitzumachen“, erklärte Polizeisprecherin Claudia Berndt. Bei dem Mann wurde ein beeindruckender Promillewert von 2,35 festgestellt.
Gewaltsame Auseinandersetzungen und Verletzungen
Als die gesamte Gruppe einen Platzverweis erhielt, wehrten sich mehrere Personen verbal und wurden laut Polizeiangaben erneut von dem 22-Jährigen aufgehetzt. Dieser wurde daraufhin von den Beamten zu Boden gebracht, wehrte sich jedoch gegen das Anlegen von Handschellen. „Ein weiterer Mann aus der Gruppe kam dann auf einen Beamten zu und wollte ihn angreifen, um den 22-Jährigen zu befreien. Das konnte durch die anderen Polizeikräfte abgewehrt werden“, so Berndt weiter. Bei den Auseinandersetzungen wurden zwei Polizisten durch den 22-Jährigen leicht verletzt.
Androhung von Reizstoff und Festnahme
Da die Gruppe weiterhin als störungsbereit und aggressiv eingestuft wurde und Mitglieder wiederholt auf die Polizeikräfte zugingen, mussten zusätzliche Beamte mehrfach weibliche und männliche Personen wegdrängen. Erst die deutliche Androhung, Reizstoff einzusetzen, führte dazu, dass sich die Gruppe zurückzog. Der 22-jährige Rädelsführer verbrachte die Nacht in Gewahrsam auf dem Polizeirevier. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Widerstands, Beleidigung und Bedrohung ermittelt.
Weitere Ermittlungen und polizeibekannte Personen
Parallel dazu läuft ein Ermittlungsverfahren gegen einen 19-jährigen Deutschen aus der Gruppe, der nicht nur Polizisten beleidigte, sondern auch verfassungsfeindliche Parolen rief. Dies führte zur Anzeige wegen der Verwendung verfassungswidriger Symbole. „Ein Teil der Personen aus der Gruppe ist polizeibekannt“, resümierte das Neubrandenburger Polizeipräsidium. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an, während die Behörden die genauen Hintergründe und mögliche weitere Beteiligte prüfen.



