Doppelte Bedrohungssituation in Münchner Zügen: Polizei muss zweimal eingreifen
Am Freitag, den 19. April 2026, kam es in München zu zwei aufeinanderfolgenden Polizeieinsätzen, die von einem 20-jährigen Rumänen ausgelöst wurden. Die Vorfälle ereigneten sich zunächst in einem Regionalzug und später am Hauptbahnhof, wo der Mann jeweils Reisende bedrohte und angab, eine Waffe bei sich zu führen.
Erster Vorfall im Regionalzug zwischen Pasing und Althegnenberg
Gegen 7.30 Uhr morgens stieg der Tatverdächtige in Pasing in einen Regionalzug ein und begann kurz darauf, mehrere Reisende zu belästigen. Unter den Betroffenen befanden sich fünf Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren. Laut Bundespolizei äußerte sich der Mann bedrohlich und behauptete, eine Waffe zu besitzen sowie Menschen verletzen zu wollen.
Ein Zugbegleiter, der auf die Situation aufmerksam wurde, brachte die Jugendlichen umgehend in Sicherheit. Ein zufällig anwesender Bundespolizist griff daraufhin ein und fixierte den 20-Jährigen aufgrund seines unberechenbaren Verhaltens, bis weitere Einsatzkräfte eintrafen.
Bei der anschließenden Durchsuchung wurde keine Waffe gefunden. Der Mann wurde dennoch vorläufig festgenommen, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen jedoch wieder entlassen. Durch den Einsatz kam es bei insgesamt drei Zügen zu erheblichen Verspätungen von rund 150 Minuten.
Zweiter Vorfall am Münchner Hauptbahnhof am Nachmittag
Am selben Nachmittag fiel derselbe Mann erneut am Münchner Hauptbahnhof auf. Auch dort bedrohte er laut Polizei zwei Reisende und behauptete erneut, eine Waffe mit sich zu führen. Einsatzkräfte brachten den Mann zu Boden und fesselten ihn.
Eine erneute Durchsuchung blieb ebenfalls ohne Fund gefährlicher Gegenstände. Wie schon zuvor wurde der 20-Jährige vorläufig festgenommen und anschließend wieder entlassen. Zumindest für den Rest des Tages trat der Mann nicht mehr in Erscheinung.
Ermittlungen der Bundespolizei laufen
Die Bundespolizei ermittelt nun unter anderem wegen Bedrohung, Störung öffentlicher Betriebe und Belästigung der Allgemeinheit. Die Vorfälle haben zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr geführt und bei Reisenden für Verunsicherung gesorgt.
Zusammenfassend handelt es sich um einen ungewöhnlichen Fall, bei dem ein Mann innerhalb weniger Stunden zweimal Polizeieinsätze in Münchner Zügen auslöste, ohne dass tatsächlich eine Waffe gefunden wurde. Die Behörden bleiben wachsam, um ähnliche Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern.



