Blutige Messerattacke in Rostocker KTV: 16-Jährige nach Alkoholexzess an Eltern übergeben
Messerattacke in Rostock: 16-Jährige an Eltern übergeben

Blutige Messerattacke in Rostocker KTV: 16-Jährige nach Alkoholexzess an Eltern übergeben

In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es in der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, die mit einer blutigen Messerattacke endete. Die Polizei Rostock ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Eskalation am Barnstorfer Weg

Gegen 0.20 Uhr am Sonntagmorgen mussten Polizeibeamte zum Barnstorfer Weg in der KTV ausrücken. Auslöser war eine zunächst verbale Auseinandersetzung zwischen einer 16-jährigen Lettin und zwei deutschen Männern im Alter von 21 und 24 Jahren. Der syrische Begleiter der Jugendlichen, 22 Jahre alt, griff dann in den Streit ein.

Laut Polizeiangaben setzte der Syrer zunächst Pfefferspray gegen die beiden Männer ein. Anschließend schlug er dem 21-Jährigen ins Gesicht. Im weiteren Verlauf zückte die 16-Jährige ein Taschenmesser aus ihrer Tasche und stach dem 24-Jährigen in den Unterarm.

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Schwere Verletzungen und Alkohol im Spiel

Der 24-Jährige erlitt durch die Messerattacke schwere Verletzungen und musste zusammen mit dem 21-Jährigen, der leichte Verletzungen und Augenreizungen durch das Pfefferspray erlitt, vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht werden.

Bei der Durchsuchung der festgestellten Tatverdächtigen fanden die Polizisten bei der Jugendlichen nicht nur das Tatmesser, sondern auch einen Schlagring. Das verwendete Reizstoffsprühgerät konnte bisher nicht sichergestellt werden.

Besonders alarmierend sind die Alkoholwerte der Beteiligten: Die 16-Jährige wies einen Atemalkoholwert von 1,2 Promille auf, ihr syrischer Begleiter kam auf 0,18 Promille. Auch das 24-jährige Opfer hatte mit 1,2 Promille erheblichen Alkoholkonsum.

Rechtliche Konsequenzen und Übergabe an Erziehungsberechtigte

Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde die minderjährige Tatverdächtige ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Gegen sie und ihren Begleiter läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Beide erhielten zudem einen Platzverweis.

Die Kriminalpolizei Rostock setzt ihre Ermittlungen fort und sucht weiterhin nach dem verwendeten Pfefferspray. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Jugendgewalt und Alkoholkonsum in der Rostocker Innenstadt auf.

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